Sitzung des Bau- und Friedhofsausschusses

Rasenreihegräber und Malereien

Die Ausschussmitglieder betrachten die ausgelegten Muster für Pflasterungen. - Foto: Elling

Rethem - Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Bau- und Friedhofsausschussses der Samtgemeinde Rethem für den Erlass einer neuen Friedhofssatzung aus. Diese bezeichnete Verwaltungschef Cort-Brün Voige als gut und zeitgemäß. Besonderer Dank gebühre Nele Lühning, die nicht nur Neuerungen eingearbeitet habe, sondern das Ganze auch entstaubt habe. Zuletzt war die Friedhofssatzung im Jahr 2004 angepasst worden.

Eingearbeitet wurde die neue Bestattungsform der Rasenreihegräber, außerdem sollten bürokratische Hemmnisse sowie überflüssige beziehungsweiße umständliche Formulierungen beseitigt werden. Die Verwaltung schlägt in der neuen Satzung eine Verkürzung der Ruhefrist für Urnen von derzeit 30 auf 25 Jahre vor. Voige betonte, dass es für Einwohner der Samtgemeinde künftig auch möglich sei, sich einen Friedhof auszusuchen. Bisher habe es Bestattungsbezirke gegeben, die sich am Wohnort orientiert hätten.

Als nächstes solle die Friedhofsgebührensatzung überarbeitet werden. Da er diesbezüglich gefragt worden sei, erklärte Voige, dass es selbstverständlich zulässig sei, QR-Codes an Grabsteinen anzubringen.

Der Ausschuss wählte außerdem Pflastersteine und eine Verlegeart für die Erneuerung des Hauptweges auf dem Friedhof Rethem aus. Vor dem Burghof waren Muster ausgelegt worden, so dass sich die Politiker ein Bild machen konnten. Die Wahl fiel mehrheitlich auf einen rotschwarzen Stein im Fischgrätverband.

Weiter ging es um die Errichtung eines Gedenkplatzes für das Rasenreihegrabfeld auf dem Rethemer Friedhof. Erste Bestattungen seien bereits erfolgt, berichtete Nele Lühning. Hier entschieden sich die Ausschussmitglieder gegen Basaltstelen und für die Aufstellung von drei Findlingsstelen. Die mittlere soll mit dem Bibelpsalm „Ich aber Herr, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott. Meine Zeit steht in deinen Händen.“ (Psalm 32,15) An einer weiteren Stele soll ein Baum aus Bronzeblech montiert werden.

Die Friedhofskapelle Altenwahlingen soll in Abstimmung zwischen der Friedhofsverwaltung und der Dorfgemeinschaft umgestaltet werden. Ursula Henze hatte 2015 2 500 Euro für die Verschönerung gespendet. Die Künstlerin Hildegard Strutz aus Neustadt am Rübenberge soll den hinteren Bereich um das Buntglasfenster herum mit Malereien in Blau- und Gelbtönen gestalten. - sal

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