Projekttage an der Oberschule Rethem / Heute Präsentation der Ergebnisse

Wegweiser für Asylbewerber

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Aus vielen einzelnen Bildern entsteht ein großes Kunstwerk.

Rethem - Bonbons aus Gips, Leckereien aus der Schulküche, Fahrradtouren, Sketche und Farben im Pflanzenreich. Im Mittelpunkt in dieser Woche standen in der Heinrich-Christoph-Londy-Oberschule in Rethem einmal nicht die „klassischen“ Unterrichtsfächer, sondern ganz andere Themen. Im Rahmen der Projektwoche machten die Lehrer den Schülern der Klassen 5 bis 9 15 verschiedene Angebote.

Etwas „für‘s Leben“ haben 24 Jungen und Mädchen gelernt. Tim Krause und Frank Seuberth haben ihnen Doppelkopf beigebracht. „Es ist schwierig, wenn es gar keiner kann“, sagte Krause. „Je besser die Regelkunde, desto mehr Spaß macht es.“

Hände, Luftballons, die Anfangsbuchstaben des Vornamens und Bonbons haben andere Schüler aus Gips hergestellt und anschließend kunterbunt bemalt. Die herzustellenden Formen waren zwar vorgegeben, die Gestaltung war aber sehr unterschiedlich. So fand sich beispielsweise ein gelber Ballon mit einem Minion-Motiv.

In einem Flur im ersten Stock verzieren 17 Jugendliche eine mehr als zehn Meter lange Wand mit Farbe. Claudia Hoppe und Kataryna Bultmann haben die künstlerische Richtung mit „kreativ-naiv“ vorgegeben. Zu sehen ist ein Rethemer Straßenzug, der auf gar keinen Fall real aussehen sollte – weder von den Motiven noch von den Farben her. Das kunterbunte Ergebnis kann sich sehen lassen.

Viele Gedanken haben sich die elf Teilnehmer des Projekts „Ersthelfer “ gemacht. Nachdem sie überlegt hatten, wie sie am besten an das Thema herangehen, haben sie wichtige Punkte in Rethem fotografiert, darunter zum Beispiel Supermärkte und mehr wie Buszeiten und Wissenswertes zur Mülltrennung. In einer 30-seitigen Mappe haben die Jungen und Mädchen mit vielen Bildern und wenig Text die wichtigsten Informationen über ihre Stadt zusammengefasst. Heute wollen die Jugendlichen ihre Mappe im Sozial- und Ordnungsamt im Rethemer Rathaus vorstellen. Sie zeigten sich gespannt, wie wohl die Reaktion auf ihr Werk ausfallen würde.

Die Schüler hatten im Rahmen des Projekts einen Flüchtling besucht, der unter anderem berichtet hatte, dass es für ihn anfangs relativ schwer gewesen sei, sich zurechtzufinden.

Die Idee für das Projekt war von Lehrerin Sigrun Roßkopf-Timme gekommen. Sie habe schon Kontakt zu Flüchtlingsfamilien gehabt, erklärte sie. Sie sei christlich engagiert, und es handele sich um ein urchristliches Thema.

Im alten Schulgebäude entstehen Marionetten aus Holz, Pappmaché und Schafwolle. Eine darf jeder Teilnehmer mit nach Hause nehmen, die anderen sollen den Grundstock für ein eventuelles Schul-Marionettentheater bilden.

„Ich bin ein Teil vom Ganzen“, heißt das Projekt, das Uta von Salzen und Nicole Purnhagen betreuen. Im Mittelpunkt stand die Kooperation. Aus individuell gestalteten Leinwänden entstand schließlich ein großes Bild. Vorgegeben waren lediglich die Farben. Das fertige Kunstwerk wird seinen Platz im Treppenhaus des Neubaus finden.

Die Präsentation der Projektarbeiten, zu der die Eltern herzlich eingeladen sind, beginnt heute, 17. Juli, um 16 Uhr, im Forum der Oberschule.

sal

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