Sollen Ratsmitglieder ausgeschlossen sein?

Motivation für im Stadtgebiet Rethem Tätige

Rethem - Für die Einführung eines Ehrenamtspreises sprachen sich die Mitglieder des Kultur-, Sozial- und Jugendausschusses der Stadt Rethem am Donnerstag einstimmig aus. Die SPD-Fraktion hatte den entsprechenden Antrag eingebracht. Der jährlich zu verleihende Preis soll die Motivation zur ehrenamtlichen Betätigung im Stadtgebiet fördern.

„Im Bereich der Stadt Rethem gibt es viele Vereine und auch außerhalb von Vereinen ehrenamtlich tätige Personen. Die Wertschätzung und Anerkennung dieser für die Gesellschaft wichtigen Arbeit ist in der Vergangenheit in der Stadt viel zu kurz gekommen“, heißt es in der Antragsbegründung der SPD-Fraktion. Mit der Londymedaille bestehe zwar ein Ehrungsinstrument, dieses werde für Lebenswerke circa alle fünf Jahre verliehen. „Mit dem Ehrenamtspreis wird eine neue Möglichkeit für die Wertschätzung des Ehrenamts gegeben.“

Der Preis könne sowohl an langjährig ehrenamtlich Tätige als auch an zeitlich begrenzt ehrenamtlich Aktive verliehen werden. Er solle dazu dienen, die Bürger weiter zu motivieren, ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten nachzugehen. Die SPD sieht in den Richtlinien vor, aktuelle Ratsmitglieder und ausgeschiedene in den folgenden zwei Jahren von der Verleihung auszuschließen.

Frank Leverenz, CDU, hatte im Vorfeld den Antrag gestellt, die Möglichkeit zu schaffen, auch Ratsmitglieder auszeichnen zu können. Deren Tätigkeit sei ebenfalls ehrenamtlich. Wenn sich ein Ratsmitglied nicht nur durch bloße Anwesenheit, sondern zum Beispiel für eine Sache massiv auch über einen langen Zeitraum einsetze und sich besonders hervortue, wäre so etwas genauso zu würdigen wie jede andere ehrenamtliche Tätigkeit.

Diesem Antrag folgten die Ausschussmitglieder jedoch nicht. In den intensiven Diskussionen ging es nicht zuletzt um die in den Vorstand des Burghof-Vereins entsandten Ratsmitglieder. Verwaltungschef Cort-Brün Voige betonte, dass es andere Auszeichnungen für engagierte Kommunalpolitiker gebe und erwähnte in diesem Zusammenhang den Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund (NSGB). Annika Meyer, CDU, und Anita Rabe, SPD, stimmten gegen den Änderungsantrag, Ernst-Walter Vollmer und Werner zum Berge, beide CDU, dafür. Jonas Wussow, SPD, enthielt sich.

Der Stadtrat wird sich abschließend mit dem Thema beschäftigen. 

sal

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