Polizei handelt besonnen/„Alter Bekannter“

Gefährliche Verfolgungsfahrt

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Mediengruppe Kreiszeitung

Heidekreis - Zu einer Verfolgungjagd zwischen der Polizei und einem Autofahrer kam es in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, zwischen 23.45 und 0.50 Uhr, im Heidkreis. Der flüchtige Fahrzeugführer versuchte auf seiner Irrfahrt durch den halben Landkreis immer wieder, die Polizei abzuhängen. Mit viel zu hoher Geschwindigkeit bei schwierigen Straßenverhältnissen ging es von Soltau über Bad Fallingbostel nach Walsrode, von dort zurück nach Bad Fallingbostel und auf die BAB 7 bis Evendorf. In Hützel konnte der 27-jährige Fahrer schließlich festgenommen werden.

Das Fahrzeug war einer Polizeistreife in Soltau aufgefallen. Auf Anhaltesignale reagierte der Fahrzeugführer nicht, sondern erhöhte seine Geschwindigkeit bei winterglatter und schneebedeckter Fahrbahn auf etwa 100 Stundenkilometer.

Vor einer Straßensperre der Polizei in Dorfmark bog er ins Wohngebiet ab und beschädigte dort auf seiner Flucht eine Hecke und einen Zaun. Anschließend gelangte er auf die L163 zurück und setze seine Fahrt mit etwa 110 Stundenkilometern auf der B 209 in Richtung Walsrode fort. Innerhalb geschlossener Ortschaften fuhr er meist 80.

Noch vor Walsrode wendete er und gefährdete kurz darauf ein entgegenkommendes Fahrzeug durch Fahren in den Gegenverkehr. Zudem missachtete er das Rotlicht einer Ampel in Bad Fallingbostel. Dort fuhr er auf die BAB 7 in Richtung Hamburg auf, wo er sein Fahrzeug auf 150 Stundenkilometer beschleunigte. Die hinter dem Flüchtenden befindliche Polizei verzichtete auf riskante Manöver und zog das Netz eingesetzter Funkstreifenwagen immer enger. Im Bereich Soltau prallte der Flüchtige schließlich auch noch gegen die Mittelleitplanke, fuhr aber weiter. In Evendorf verließ er die Autobahn und musste schließlich vor einer von der Polizei errichteten Straßensperre in Hützel anhalten.

Seine Flucht setzte der Soltauer für einen Moment zu Fuß fort, bis er auf einem Privatgrundstück festgenommen wurde. Dabei leistete er erheblichen Widerstand und verletzte zwei Polizeibeamte leicht. Der Mann verbrachte die Nacht zur Ausnüchterung im Polizeigewahrsam. Ein Alkotest führte zu einem Wert von 1,24 Promille. Polizisten ordneten eine Blutprobe an und zogen das Fahrzeug des Mannes ein. Eine Fahrerlaubnis hat er nicht. Laut Polizeibericht ist er außerdem ein „alter Bekannter“ der Gesetzeshüter. Bereits Mitte August entzog er sich auf der Strecke Munster-Soltau durch rücksichtsloses Fahren einer Kontrolle. Damals brach die Polizei die Verfolgung ab, um insbesondere Unbeteiligte nicht zu gefährden. Die gefahrene Geschwindigkeit lag seinerzeit bei 210 Stundekilometer und mehr.

Nun erwartet den Soltauer ein Verfahren wegen Trunkenheit, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Straßenverkehrsgefährdung, Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Verkehrsunfallflucht und wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

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