Sonntag Amtseinführung

Philipp Wollek ist jetzt Pastor in Rethem

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Gestatten: Philipp Wollek. Er ist Rethems neuer Pastor. Privat mag er Volleyball, Fußball, die Dortmunder Borussia und Krimis, vor allem die schwedischen.

Rethem – Die Kirchengemeinde Rethem hat einen neuen Pastor. Philipp Wollek trat zum 1. August die Nachfolge von Diedrich Petzold an, der im Januar nach 16 Dienstjahren in dem Allerstädtchen aus gesundheitlichen Grünen vorzeitig in den Ruhestand verabschiedet wurde. Am Sonntag, 14 Uhr, wird Pastor Wollek von Superintendent Ottomar Fricke in der St.-Marien-Kirche in sein Amt eingeführt. Zeit, die vielen Kisten in der Pfarrwohnung auszupacken, bleibt da kaum.

Vielen in der Gemeinde ist Philipp Wollek kein Unbekannter. Zwischen 2010 und 2012 absolvierte er hier sein Vikariat. Seinerzeit habe er sich sehr wohlgefühlt in Rethem, zumal ihm Pastor Petzold als direkter Vorgesetzter viele Freiräume gelassen habe. „Es war eine schöne Zeit. Ich konnte vieles ausprobieren“, erinnert er sich gerne zurück.

Bereits damals habe er die Rethemer Kirchengemeinde als sehr vielfältig empfunden und ihr ehrenamtliches Potenzial zu schätzen gelernt, sagt der 38-Jährige. Das und die Möglichkeit für ihn als Uelzener, geografisch wieder näher an die Familie und die Freunde heranzurücken, hätten ihn bewogen, sich auf die Pfarrstelle zu bewerben.

Die letzten siebeneinhalb Jahre war Philipp Wollek einer von zwei Pastoren in der Lingener Kirchengemeinde St. Johannes. In Rethem ist er nun erstmals alleine für eine Gemeinde verantwortlich. „Ich habe gerne in einem Team gearbeitet“, betont er. „Aber das bedeutet auch einen großen Abstimmungsbedarf“, fügt er hinzu.

Erfahren in Konfirmanden- und Jugendarbeit

Als Vikar lag ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit auf der Konfirmanden- und Jugendarbeit. Auch als Pastor in Lingen hatte Philipp Wollek vor allem mit den jungen Gemeindemitgliedern zu tun. Und das wird wohl in der aktuell 2551 Mitglieder starken Rethemer Gemeinde wieder so sein.

Dabei ist der junge Pastor froh, dass auch hier das sogenannte „Hoyaer Modell“ für die Konfirmanden angewandt wird. Danach wird schon in der vierten Klasse mit dem Unterricht begonnen und dieser dann in Klasse acht weitergeführt. Im Grundschulalter, so der 38-Jährige, seien die Mädchen und Jungen noch offener für Spiele und Singen und damit besser zu erreichen.

Wolleks Ziel: Menschen und Kirche näherbringen

Menschen und Kirche wieder näher zusammenzubringen, das ist ihm sehr wichtig. Es funktioniert für ihn einerseits über die Einbindung der Ehrenamtlichen, wenn es um Entscheidungen geht. Und andererseits, indem die Kerninhalte des christlichen Glaubens auf anderen Wegen zu den Menschen getragen werden. Über einen Gottesdienst an einem ungewohnten Ort zum Beispiel. Oder über zeitlich beschränkte Angebote.

„Ich mag es schon gerne, Neues auszuprobieren“, sagt Philipp Wollek. Dass dies am besten in Zusammenarbeit mit der Gemeinde geht und dass dabei auch mal „etwas Verrücktes“ herauskommen kann, hat der Pastor bereits in Lingen erfahren. Dort war eine Gedächtnistrainerin an ihn herangetreten mit der Idee, ein Angebot für Senioren zu machen. Daraus wurde dann eine Freizeit für Ältere auf Mallorca.

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