Koordinationsgruppe soll eingerichtet werdne

Partnerschaft mit Zukunft?

Rethem - Soll die Städtepartnerschaft mit dem polnischen Kolzyglowy fortgeführt werden – und wenn ja, wie? Diese Frage beschäftigte am Dienstagabend den städtischen Kultur-, Sozial- und Jugendausschuss.

Ein klares Nein kam niemandem über die Lippen. Eine Lösung hatte allerdings auch keiner der Politiker parat. Ausschussvorsitzende Annika Meyer, CDU, erläuterte, dass niemand gegen die Partnerschaft sei. „Es gibt ein Problem mit der Leistbarkeit. Partnerschaft bedeutet Arbeit.“ Diese sei ihrer Fraktion zufolge für die Ratsmitglieder nicht leistbar. Sie schlug vor, das Partnerschaftsinteresse von Schulen und Vereinen abzufragen.

Annette Schütz, SPD, sagte, dass zu einer Partnerschaft immer auch ein Auf und Ab gehöre. „Man muss sagen können, dass es derzeit keine Kapazitäten im Rathaus gibt.“

Verwaltungschef Cort-Brün Voige sagte, dass inzwischen mehrere Besuche in Polen mangels Interesse der Ratsmitglieder abgesagt worden seien. Gut gelaufen sei es, als die Schuldirektoren gut miteinander gekonnt hätten. Auch bei den Feuerwehren und beim Beachvolleyball-Turnier lebe die Partnerschaft. Aber das sei sehr punktuell. In der vergangenen Woche habe er einen Anruf erhalten, wie sich die Rethemer das weitere Vorgehen vorstellen. „Den Polen geht es auch um den repräsentativen Bereich“, so Voige. Wichtig sei es, die Vereine anzusprechen.

Werner zum Berge, CDU, betonte, dass es wichtig sei, die Partnerschaft auf ein Fundament zu stellen, mit dem beide Seiten leben könnten.

Treffen soll organisiert werden

Meyer schlug vor, zu einem Treffen einzuladen. Frank Heuer, zweiter Vorsitzender des SV Viktoria Rethem, schlug vor, eine Koordinationsgruppe einzurichten. Der SVV allein werde so etwas nicht federführend machen können. „Aber die Bereitschaft muss da sein, sonst können wir uns ein Treffen sparen.“

Voige fragte, ob jemand am Tisch bereit sei, sich um die Thematik zu kümmern. Gut wären mindestens zwei bis drei Personen. Schweigen war die Folge. Zum Berge regte an, das Thema zunächst in der nächsten interfraktionellen Sitzung zu besprechen.

Zusätzlich ging es um eine Heizung für den Burghof. Angedacht ist eine Umstellung der Anlage auf Fernwärme ab Oktober 2018, Versorger soll Jochen Oestmann aus Rethem sein. Grundsätzlich zeigten sich die Ausschussmitglieder mit dem Vorhaben einverstanden. Allerdings forderten sie, allen voran Annette Schütz, Alternativrechnungen. „Wir hatten um mehrere Vorschläge gebeten.“ Die vorliegenden Zahlen bräuchten sicherlich einen Vergleich nicht zu scheuen. Die Verwaltung wird dem Verwaltungsausschuss Zahlen liefern.

Einstimmig sprach sich der Ausschuss dafür aus, dem Burghof-Verein einen überplanmäßigen Zuschuss von 5 000 Euro für den Betrieb des Burghofes zur Verfügung zu stellen.

sal

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