NBank unterstützt erfolgreiche Revitalisierung des Rethemer Toschi-Geländes

Noch mal 160 000 Euro für die Egra

80 neue Arbeitsplätze sind bereits auf dem ehemaligen Toschi-Gelände in Rethem entstanden. Durch die erfolgreiche Vermarktung von sechs weiteren Gewerbeflächen rechnet die Egra nun mit 70 weiteren Jobs.
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80 neue Arbeitsplätze sind bereits auf dem ehemaligen Toschi-Gelände in Rethem entstanden. Durch die erfolgreiche Vermarktung von sechs weiteren Gewerbeflächen rechnet die Egra nun mit 70 weiteren Jobs.

Rethem – „Änderungsbescheid“, ein Begriff, der beim Steuern- und Gebührenzahler, weil dieser Erhöhungen befürchtet, gerne mal die Haare zu Berge stehen lässt. Bei den Akteuren der Rethemer Egra dürfte allerdings eher die Sektkorken geknallt haben, als ihnen jetzt ein Änderungsbescheid der NBank ins Haus flatterte.

In dem Schreiben teilt die Niedersächsische Investitions- und Förderbank mit, dass sich die Zuwendungen des Landes an den Energie- und Gewerbepark Rethem noch einmal erhöht haben. So fließen weitere rund 160 000 Euro von der Leine an die Aller. „Damit erhöht sich die Förderung für das Egra-Projekt Revitalisierung asbesthaltiger Erweiterungsflächen auf dem ehemaligen Toschi-Gelände, zweiter Bauabschnitt, inklusive verkehrlicher Erschließung auf netto rund 2,95 Millionen Euro“, rechnet Egra-Geschäftsführer Dieter Moll erfreut vor. Zusammen mit dem Bauabschnitt 1 belaufe sich die Gesamtförderung des Egra-Projektes auf rund 3,85 Millionen Euro, so Moll weiter.

Zunächst sei das nördliche Toschi-Gelände mit seinen rund 56 000 Quadratmetern, einschließlich der Sanierung der 6 800 Quadratmeter großen Toschi-Produktionshalle, revitalisiert worden, erinnert der Geschäftsführer an die erste Bauphase. Hierfür hab es rund 870 000 Euro aus sogenannten GRW-Mitteln (Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung regionaler Wirtschaftsstruktur“). Hinzu kamen erhebliche Eigenmittel und öffentliche Zuwendungen des Heidekreises sowie der Stadt und Samtgemeinde Rethem in Höhe von rund 30  000 Euro.

Und Dieter Moll treibt das Zahlenspiel noch munter weiter: „Zusammen mit der Egra-Gegenfinanzierung der Fördermittel mit rund 800 000 Euro und 750 000 Euro für Maßnahmen, finanziert aus Eigenmitteln, kostete die Wiederbelebung der brachliegenden Toschi-Infrastruktur bisher netto rund 5,4 Millionen Euro, oder brutto rund 6,4 Millionen Euro.“

Doch der Aufwand habe sich gelohnt, fasst der Wohlendorfer zusammen. „Wir sind ja angehalten, arbeitsplatzintensives und zugleich hochwertiges, überregional wirkendes Gewerbe anzusiedeln“, erklärt Moll. Das sei auch gelungen, fügt er hinzu.

So werde an der Hainholzstraße das erste Wasserstoffprojekt des Heidekreises umgesetzt. Eine weitere Neuansiedlung stamme aus dem Anlagenbau. Aktuell seien die Betriebseigentümer dabei, die Nutzung der revitalisierten Gewerbeflächen vorzubereiten.

„Es hat sich gelohnt“, sagt Moll mit Blick auf Anstrengungen der vergangenen Jahre. „In der ersten Bauabschnittsphase konnten 80 Arbeitsplätze geschaffen werden“, berichtet er. Nach Abschluss des zweiten Abschnitts rechne die Egra mit 70 weiteren Stellen.

Die Nachfrage nach den neuen Gewerbeparzellen sei so groß gewesen, dass die Egra sogar vier Bewerber habe ablehnen müssen, verrät Moll mit Stolz. Die Geschäftsführung begrüße daher die Pläne der Stadt Rethem, zusätzliche Gewerbeflächen auf der anderen Seite der L 157, dem Galgenberg, zu schaffen. Moll: „Das entspricht, nach unserer Erfahrung mit den aktuellen Anfragen nach Egra-Parzellen, dem wachsenden Bedarf und Weiterentwicklungszielen der Gemeinde Rethem.“  kp

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