Ferienpass in Kirchwahlingen

Ferienkinder machen Alpaka-Führerschein

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Jedes Kind durfte zum Schluss mit einem „eigenen“ Tier eine Runde auf der großen Weide drehen. 

Kirchwahlingen - Weiches Fell, große, schwarze Knopfaugen und große Neugierde zeichnen Alpakas aus. Dass die ursprünglich am Titicacasee in den Anden beheimateten Wiederkäuer aber nicht nur niedlich und auf keinen Fall Kuscheltiere sind, erfuhren mehr als 20 Ferienkinder bei zwei Terminen auf dem Alpaka-Hof der Familie Meyer in Kirchwahlingen. Es galt, den Alpaka-Führerschein zu erwerben.

Jens-Uwe Meyer erklärte mit „Oberchef Günther“, einer Alpaka-Handpuppe, zunächst die Grundregeln: „Nicht laut sein, nicht rennen und sich gut vertragen.“ Die sechs Jungen und Mädchen im Alter zwischen sechs und 14 Jahren beim zweiten Durchgang hatten kein Problem, sich daran zu halten. Jens-Uwe Meyer erzählte, dass die Tiere es überhaupt nicht mögen, am Kopf berührt zu werden, selbst wenn die dicken Haarbüschel förmlich zum Streicheln einlüden. Außerdem seien Alpakas sehr schreckhaft und hätten ihren eigenen Kopf. Er warnte eindringlich davor, dass die Tiere nach hinten austreten und auch spucken können.

Anschließend ging es in den Stall, in dem zehn Tiere leben. Hier erfuhren die Kinder mehr Wissenswertes über Herkunft und Haltung der Alpakas. Meyers besuchen mit ihren Tieren regelmäßig Einrichtungen wie Alten- und Behindertenheime, aber auch Kindergärten. „Einerseits sind Alpakas wild und andererseits total neugierig“, sagte Jens-Uwe Meyer zur Faszination, die die Tiere auf Menschen ausüben. Und tatsächlich ließen die Alpakas die jungen Besucher nicht aus den Augen, sorgten aber gleichzeitig dafür, dass immer genug Abstand zu ihnen blieb.

Die Alpakas, hier Benny, haben durchaus ihren eigenen Kopf und bleiben einfach mal stehen.

Bevor es ins Freie ging, gab Meyer den Jungen und Mädchen wichtige Tipps, wie sie sich den Tieren am besten nähern und sie führen. Zunächst wechselten sich jeweils zwei Kinder ab, ein gehalftertes Alpaka durch einen Parcours zu leiten. Dieser ging durch Stangen, einen Pavillon, einen großen Reifen und um einen Rollator. Nestor, Carlos und Benny gingen mit, blieben aber auch immer wieder stur stehen. Gegenseitig halfen sich die jungen Besucher, die Alpakas zu motivieren. „Wenn sie gar keine Lust mehr haben, setzen sie sich hin“, erklärte Angela Meyer. Kalkulieren könne man das Verhalten nicht. „Man muss es nehmen, wie es kommt.“ Einfluss hätten zum Beispiel das Wetter oder auch, wie die Gruppe funktioniere.

Nach einer Pause bei kühlen Getränken und Kuchen, durfte jedes Kind ein „eigenes“ Alpaka über die Weide führen. Natürlich erhielten alle Teilnehmer den Alpaka-Führerschein sowie ein Foto von sich mit einem der Tiere. Sie möge Alpakas, weil sie so kuschelig seien, sagte Emily. Ihr habe einfach alles gut gefallen. Und das galt für alle Kinder.

Wer Carlos, Benny, Nestor und die anderen kennenlernen möchte, hat dazu an jedem ersten Sonntag im Monat, von 14 bis 17 Uhr beim Tag des offenen Hofes Gelegenheit. 

sal

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