Neues Schild für den Milchhof

Wohlendorfer Betrieb Kopmann gehört zu den besten in Niedersachsen

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Drei Generationen Kopmann nahmen den Preis von Kristine Kindler (dritte v. r.) entgegen: Sylvia und Rolf Kopmann, Senior Helmut Kopmann sowie Isabell und Simon Kopmann (v. l.).

Wohlendorf - Am Tor zum Rinderstall der Familie Kopmann in Wohlendorf hängen jetzt schon zwei Schilder. Besucher erfahren damit gleich beim Betreten, dass sie auf einem der besten Milch produzierenden Höfe Niedersachsens sind.

Das Hofschild, das die Auszeichnung der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen belegt, übergab Kristine Kindler gestern auf dem Milchhof an die Betreiberfamilie. „Das ist eine Anerkennung der herausragenden Arbeit des Betriebes für Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Soziales“, erklärte die Hauptgeschäftsführerin der Vereinigung bei der Feierstunde auf der Stallgasse.

Die eigentliche Preisübergabe liegt schon etwas zurück. Urkunden und ausgelobte Prämien hatte die neue Landwirtschaftsministerin, Barbara Otte-Kinast, in Bad Zwischenahn an die 15 Preisträger unter den 8500 teilnehmenden Betriebe übergeben. Eine Jury aus Gutachtern, Praktikern und Verbandsvertretern hatte im vergangenen Jahr die Höfe intensiv untersucht und so die Sieger ermittelt.

„Dabei standen die Nachhaltigkeit der Wirtschaftsweise, das Gleichgewicht von Ökologie und Ökonomie und die hohe Qualität des Produkts, der Milch, im Vordergrund“, erklärte Kristine Kindler.

Die feierliche Übergabe auf dem Wohlendorfer Milchhof kannte die Familie bereits vom ersten Mal im Jahr 2014. Als der Betrieb damals die Auszeichnung erhielt, standen noch 120 Milchkühe im Stall. „Heute sind es 330“, berichtete Simon Kopmann. Und in den Boxenlaufställen ständen 180 Nachzuchttiere. Den Kollegen und Ehrengästen berichtete er, dass die Familie den Hof mittlerweile in drei Generationen betreibt. Hinzukämen zwei Festangestellte und eine Reihe von Teilzeitkräften. An eine neue Teilnahme denken die Kopmanns allerdings erst einmal nicht. Sie haben andere Pläne. „Wir wollen einen Trockensteher Stall bauen“, verriet Simon Kopmann. „Vielleicht machen wir in vier oder fünf Jahren wieder mit.“

Jetzt hängen schon zwei Hofschilder am Tor zum Stall von Familie Kopmann in Wohlendorf. Mitarbeiter Lukas Sturmann war es vorbehalten, Schild Nummer zwei anzubringen. 

„Wo fängt Massentierhaltung an?“ Häuslingens Bürgermeisterin Dr. Katrin Wrobel vermied die Frage in ihrem Grußwort nicht. An der lebhaften Diskussion in der Gesellschaft wollte sie trotz der feierlichen Stunde nicht vorbeisehen. Die Gratulantin, die auch die Grüße der Stadt Rethem überbrachte, empfahl allerdings, nicht nur auf die Tierzahlen zu sehen, sondern auch auf den Respekt, den man ihnen entgegenbringt. Den jedenfalls konnte Wrobel auf dem Wohlendorfer Hof beobachten.

Klaus Grünhagen, Geschäftsführer des Landvolk-Kreisverbandes, freute sich, dass mit Hof Kopmann ein Mitglied die Auszeichnungen erhalten hatte: „Das bringt die Branche voran.“

Einen Zweig dieser Branche vertrat Christian Zettel von den frischli-Milchwerken. Er wies auf die hohe Qualität hin, die der Milchof produziere. Die sei einer der Gründe für die Auszeichnung. Damit sei der Preis auch ein Anhaltspunkt für die Familie, wo sie stehe. Wie die Grußredner vor ihm, wünschte auch der Geschäftsführer des Milchkontrollverbandes Elbe-Weser, Hans Janssen, dass der Milchhof Kopmann weiterhin erfolgreich bleibe. 

 kle

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