Neue Regelung für Gartenwasserzähler

Hauptweg wird 2016 gepflastert

Rethem - Mit den Themen Gartenwasserzähler und Friedhofs-Hauptweg beschäftigte sich der Bau- und Friedhofsausschuss der Samtgemeinde Rethem auf seiner jüngsten Sitzung.

Nach längerer Diskussion beschlossen die Politiker, die Entscheidung über die Zähler zu vertagen. Die Verwaltung hatte einen verpflichtenden Austausch von Gartenwasserzählern alle sechs Jahre bei einer Einbau-/Wechselgebühr von 50 Euro vorgeschlagen. Der Wasserversorgungsverband sei bereit, die Überwachung der Zähler zu übernehmen. Alle Verfahrensabläufe sollten dorthin verlagert werden. Der Verband strebe an, die Aufgabe von allen Kommunen im Versorgungsgebiet zu übernehmen.

Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige beschrieb den Vorgang in der Verwaltung: Die Samtgemeinde bekomme vom Verband die Mitteilung, dass ein Gartenwasserzähler getauscht werden müsse. Die Samtgemeinde benachrichtige den Eigentümer über den nötigen Wechsel. Ein Mitarbeiter der Kläranlage prüfe den richtigen Einbau. Schließlich werde die Meldung über den erfolgten Wechsel an die Stadtwerke gesendet.

Für eine bürgerfreundliche Lösung

Seine Fraktion lehne die Vorlage so ab, sagte Wolfgang Leseberg, SPD. Eine Gebühr solle ihren Gegenwert abbilden. „Dies ist keine bürgerfreundliche Regelung.“ Wasserzähler liefen mit den Jahren immer langsamer. Wenn schon nach sechs statt nach zehn Jahren ausgetauscht werde, sei das zum Nachteil der Bürger.

Dr. Kathrin Wrobel, CDU, bezeichnete den Vorschlag als „Abschreckvorlage“. Eigenwasser werde wegen der Nitratwerte mit schrägem Blick verwendet. Deshalb nutzten viele Menschen das Stadtwasser. Es gebe zuverlässige Installateure vor Ort, die den Austausch vornehmen könnten. Ein Wechselintervall von zehn Jahren sei ausreichend. „Ich bin für eine bürgerfreundliche Lösung.“

Voige erklärte, dass der momentane Verwaltungsaufwand nicht mit 50 Euro abgetan sei. Ein Wechsel alle sechs Jahre für 30 bis 40 Euro pro Wasserzähler sei zumutbar.

Stefan Lüchau, SPD, bezweifelte, dass der Verwaltungsaufwand wirklich so hoch ist und Frank Leverenz, CDU, forderte, den Anbietern vor Ort eine Chance zu geben.

Der Allgemeine Vertreter Harm-Dirk Hüppe sagte, dass die Klempner vor Ort die Wasserzähler weiterhin einbauen könnten. Da ändere sich nichts. Der Aufwand beim Eingeben der Daten sei sehr hoch, betonte Hüppe. „Es geht um die Pflege der Kartei.“

Leseberg wollte wissen, warum jemand rausfahre, um den ordnungsgemäßen Einbau zu überprüfen. Hüppe antwortete, dass es genüge, wenn sie die Rechnung des Klempners und ein Foto erhielten. Und Torsten Gudehus, CDU, fragte, warum man einen Zahlungsstrom an den Wasserverband befürworten solle. Er gehe davon aus, dass die Verwaltung einen Vorgang auch für deutlich weniger als 50 Euro bearbeiten könne.

Eventuell Versetzung

der Abfallkörbe

Voige und Hüppe kamen, nachdem sie die Kosten für die Hausbesuche überschlagen und herausgerechnet hatten, für die Verwaltung auf Kosten von ungefähr 15 Euro pro Zählerwechsel. Sie wollen nun prüfen, ob der Wasserversorgungsverband die Betreuung auch für 15 Euro übernimmt, wenn Rechnungen, Unterlagen und ein Foto des Fachbetriebs geliefert werden.

Gegen die Stimmen von Leseberg und Lüchau stimmten die Politiker diesem Vorhaben zu.

Die Politiker sprachen sich außerdem dafür aus, den Hauptweg auf dem Rethemer Friedhof 2016 neu zu pflastern. Lüchau hatte zuvor die Vorlage der Verwaltung kritisiert. Sie enthalte nicht genügend Details für die beiden Varianten der wassergebundenen Wegedecke und der Pflasterbauweise. Außerdem sei es klar, dass der Weg kaputtgehe, wenn der Kommunalschlepper dort fahren dürfe.

Bauamtsleiter Nils Schobeß erläuterte, dass die Pflasterung zwar teurer, aber weniger pflegeintensiv, haltbarer und besser begehbar sei. Karin Ueltzen, hinzugewähltes Ausschussmitglied, erklärte, dass das Fahrzeug für den Transport der großen Abfallkörbe in der Mitte des Friedhofs benötigt sei. „Ein Weg ist dazu da, dass er benutzt wird“, sagte schließlich Frank Leverenz, CDU. „Irgendwann sind eben Abnutzungserscheinungen da.“ Voige ergänzte, dass man sicherlich überlegen könne, ob ein Versetzen der Körbe sinnvoll sei.

sal

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