Campingplatz Frankenfeld vor neuer Saison / Viele Ostergäste / Beliebte Idylle

Naturerlebnis am Rittergut

Ulli und Anke Terhaage aus Nordenham verleben rund 160 Tage im Jahr auf dem Campingplatz am Rittergut. An ihrer Wahlheimat lieben sie vor allem das unvergleichliche Naturerlebnis.

FRANKENFELD - So richtig los geht es erst an den wärmeren Tagen. Aber auch über Ostern waren schon die ersten Gäste da. Und manche wollen gar nicht mehr weg: „Wir lieben diese Idylle, dieses Naturerlebnis“, sagen zum Beispiel Anke und Ulli Terhaage aus Nordenham, denen der Campingplatz am Rittergut Frankenfeld seit zwölf Jahren zur zweiten Heimat geworden ist.

„Wir haben auch Gäste, zum Beispiel aus dem Raum Frankfurt, die schon seit Jahrzehnten kommen“, berichtet Platzwart Daniel Marszalek. Etwa 80 Dauercamper nutzen die Idylle an der Aller mehrere Monate im Jahr als Domizil zur Erholung.

Das Ehepaar Terhaage verbringt hier 160 Tage im Jahr und kann gar nicht genug bekommen von der vielen Natur direkt vor der Tür. „Zeitweilig hatten wir sogar einen zahmen Fasan als Gast hier“, freut sich Anke Terhaage. Auch die Störche sind inzwischen wieder da und haben ihr Nest auf dem hohen Mast an der Aller besetzt.

„In Nordenham wohnen wir an einer sehr verkehrsreichen Straße, da ist die Ruhe und Abgeschiedenheit hier draußen genau richtig“, sagt Ehemann Ulli und deutet auf das Vogelhaus neben dem Fenster: „Da kommen die unterschiedlichsten Vögel, oft auch Eichhörnchen. Langweilig wird es hier nie.“ Seit 52 Jahren sind die beiden Dauercamper aus der Wesermarsch verheiratet. Ehemann Ulli war in jüngeren Jahren nicht nur Naturfreund, sondern hat auch richtig Gas gegeben, und zwar als leidenschaftlicher Autocross-Fahrer: „Ich bin in der Klasse 2CV gestartet“, erzählt er und berichtet über den Umbau seiner Renn-Ente. Heute lässt er es ruhiger angehen, so wie die meisten Nachbarn auch.

„Unsere Dauercamper gehören meist schon den älteren Jahrgängen an“, sagt Platzwart Marszalek. Der gelernte Landschaftsgärtner stammt aus Polen. Privat ist er aktiver Fußballer beim SV Vorwärts Hülsen. Angeln ist eine weitere Leidenschaft von ihm. Da ist er in Frankenfeld genau richtig, denn auf der Homepage des Campingplatzes heißt es: „Nicht nur der Ruhesuchende, auch der Wassersportler und Angler kommt hier zu seinem Recht.“

Für Wassersportler dürfte zudem die Wasserski-Strecke auf der Aller eine besondere Attraktion sein. Sie liegt etwa 700 Meter von der Slipanlage des Campingplatzes entfernt, Aber auch für geruhsames Wasserwandern ist die Frankenfelder Anlage ein begehrter Anlaufpunkt mit Übernachtungsmöglichkeit. Tiere sind willkommen: „Gäste können ihren Hund oder auch ihr Pferd nach Absprache mitbringen“, sagt Marszalek.

Wer mit dem Zelt anreist, kann dieses auf den Wiesen, dem Werder, direkt an der Aller aufstellen. Dort finden sich auch ein Spielplatz und eine Feuerstelle.

Im Sommer, oft aber auch an den Pfingstagen, ist richtig was los in dieser Idylle. Dann können auch schon mal bis zu 500 Feriengäste den Platz bevölkern, fast so viel Einwohner wie die Gemeinde Frankenfeld mit ihren Ortsteilen Frankenfeld, Hedern und Bosse zählt. In der wärmeren Jahreszeit kommen immer mehr Radtouristen, aber auch für Oldtimer-Besitzer ist der Platz am alten Gut ein begehrtes Ziel. Beliebter Anlaufpunkt ist das Gartencafé, das bei gutem Wetter von Mai bis September geöffnet hat.

Die parkähnliche Landschaft mit ihren alten Akazien rund um das Rittergut hat einen besonderen Reiz. Seit 1360 war das Gut im Besitz der Familie von Honstedt. 1879 ging das Rittergut in den Besitz der Familie Feldmann über. Heutiger Besitzer ist Jochen Helle-Feldmann. Das Rittergut wird schon seit 1964 nicht nur landwirtschaftlich genutzt. Viele Erholungssuchende aus den Großstädten und dem Ruhrgebiet zog es in die Ferienwohnungen, wo sie Urlaub auf dem Bauernhof erleben konnten. 1967 entstand in der Parkanlage des Gutes der moderne Campingplatz für Sommer- und Winterbetrieb.

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