„Muss erst etwas passieren?“

Kritik an Radwegmarkierungen in Bierde

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In der schlecht einsehbaren Kurve an der Kirche fahren Autos oft am äußeren Fahrbahnrand – gefährlich für Radfahrer.

Bierde - „Muss erst etwas Schlimmes passieren, damit die Striche von der Fahrbahn wieder entfernt werden?“ Der mit weißen Streifen auf der Fahrbahn markierte Bereich für Fahrräder sorge in der Ortsdurchfahrt Bierde immer wieder für gefährliche Situationen. Udo Heuer kritisierte während der Sitzung des Gemeinderates Böhme im Dorfgemeinschaftshaus Bierde die nach der Fahrbahnerneuerung im vergangenen Jahr aufgebrachten Markierungen.

Riskant sei besonders die Kurve an der Kirche. Radfahrer, die aus Richtung Böhme kämen, wechselten häufig auf die linke Straßenseite, wo sich die Striche befänden. Autos aus der Gegenrichtung seien meist ganz außen unterwegs, da sie die Kurve nicht einsehen könnten. Irgendwann werde es zu einem Zusammenstoß kommen, befürchtete Heuer.

Bürgermeister Gert Jastremski sagte, dass die Radfahrer in Richtung Böhme eigentlich den Gehweg befahren müssten. „Den dürfen sie benutzen.“ Gemeindedirektor Cort-Brün Voige ergänzte, dass die Autofahrer die Markierung eigentlich nicht überfahren dürften. „Aber da hält sich kaum einer dran.“ Die weißen Markierungen seien definitiv kein Mehr an Verkehrssicherheit.

Während der Sitzung beschloss der Rat Änderungen für das Kindergartenjahr 2018/19. Es wird eine Sonderöffnungszeit von 12 bis 13 Uhr geben. Die Arbeitszeit der Kindergartenleiterin Geisler ist um fünf Wochenstunden zu erhöhen.

In Erwartung des zu verabschiedenden Gesetzes im Niedersächsischen Landtag, sei dieser Beschluss vorausschauend zu verstehen, sagte Jastremski. Bei Bedarf müsse er wieder geändert werden. Die Regelöffnungszeit des Kindergartens Böhme sei von 8 bis 12 Uhr. Sie hätten bei den Eltern zusätzliche Bedarfe abgefragt. Fünf Familien hätten sich eine zusätzliche Öffnung von 12 bis 13 Uhr gewünscht. Die Betreuung werde von der Kindergartenleiterin abgedeckt. Eine zweite erwachsene Person, in diesem Fall die Reinigungskraft, müsse sich in dieser Zeit als Rufbereitschaft im Kindergarten aufhalte, um den gesetzlichen Bestimmungen zu genügen.

Obwohl Sonderöffnungszeiten und der Kita-Besuch von unter Dreijährigen laut Gesetzentwurf nicht beitragsfrei seien, wolle die Gemeinde die Eltern hierfür nicht zur Kasse bitten, fuhr Jastremski fort. Dies gelte für Kinder, die bei der Aufnahme mindestens zwei Jahre und sechs Monate alt seien. Für Zwei- bis Zweieinhalbjährige müssten die Eltern 120 Euro monatlich bezahlen. Grundsätzlich müssten allerdings genügend freie Plätze vorhanden sein, um unter Dreijährige aufzunehmen, sagte Jastremski. „Wir wollen keine Konkurrenz zur Krippe in Rethem sein“, betonte der Bürgermeister. Voige ergänzte, dass es aus pädagogischen Gründen wenig sinnvoll sei, ein Kind womöglich nur für wenige Monate erst nach Rethem und anschließend nach Böhme zu schicken.

Auf die Gemeinde kämen bei den über Dreijährigen 2018 4 000 Euro und 2019 9 400 Euro an Kosten aus Beitragsverlusten zu, bei den unter Dreijährigen etwa 2018 etwa 1 200 Euro und 2018 2 100 Euro, so Jastremski.

Der Rat beschloss zudem, drei weitere Außerortslagen der Gemeinde Böhme mit Straßennamen zu benennen. Ziel sei die bessere Auffindbarkeit, erläuterte Jastremski. Es handelt sich um die Bereiche „Altenwahlingen Alter Bahnhof“, „Altenwahlingen Wehrberg“ und „Kirchwahlingen Am Wiehe“. Für die beiden ersten erfolge die Benennung in Absprache mit den Anliegern, so der Bürgermeister. Bei „Kirchwahlingen Am Wiehe“ liege keine eindeutige Zustimmung vor. Die Hausnummern sollten erhalten bleiben. Voige erzählte, dass sie so in den Außenbereichen eine durchgängige Benennung mit Straßennamen erreicht hätten. Bei der Befragung der Anwohner hätte es nur wenige negative Rückmeldungen gegeben. 

sal

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