GES Südheide als Erschließungsträger

Mühlenfeld IV: Es geht voran

Rethem - Einvernehmlich sprachen sich die Mitglieder des städtischen Wirtschafts- und Finanzausschusses der Stadt Rethem am Dienstag für den Abschluss eines städtebaulichen Vertrages zur Erschließung des Baugebietes Mühlenfeld IV aus. Die Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft Südheide (GES) habe sich bereit erklärt, unter bestimmten Voraussetzungen ein Angebot zu unterbreiten, erläuterte Stadtdirektor Cort-Brün Voige.

Da archäologische Funde im Bereich des Baugebietes vermutet werden, bestehe Kontakt mit der Denkmalschutzbehörde, so Voige. Hierdurch könne sich die Erschließung unter Umständen verzögern.

In der Drucksache zum Thema heißt es, dass die Stadt sich gegenüber der GES verpflichtet, die unverkauften Grundstücke durch den Bauhof mähen zu lassen sowie die Straßenreinigung und den Winterdienst zu leisten. Dadurch könne den Grundstückserwerbern ein attraktiverer Verkaufspreis angeboten werden. Und weiter: „Zehn Jahre nach Abnahme der Erschließungsanlagen kann die GES die Übernahme der dann noch nicht verkauften Grundstücke von der Stadt verlangen. Als Preis sind die Anschaffungs- und Herstellungskosten zu zahlen. Ohne diese Klausel ist die GES nicht bereit, die Baulanderschließung in Rethem vorzunehmen.“ Da es sich um ein kreditähnliches Geschäft für die Stadt handele, gebe es Kontakt zum Rechnungsprüfungsamt, erläuterte Voige.

Marcus Bleßmann von der GES erläuterte, dass das Planungsbüro Vogel aus Hannover Vorschläge für eine Bebauung gemacht habe. Demnach ständen 21 Grundstücke zur Verfügung. „Aber das kann sich ändern.“ Problematisch für Käufer sei eventuell der Abstand zum Deich. Die Grundstücke seien dadurch sehr groß.

Bleßmann erläuterte, dass regionale und überregionale Bauträger angeschrieben würden.

Der Stadtdirektor sagte, dass der mittlere Grundstückspreis zwischen 50 und 60 Euro betragen werde. Dabei werde es günstigere und teurere geben. Bleßmann ergänzte, dass er von drei Preislagen ausgehe. „Wir sind völlig flexibel.“ Der genannte Mittelpreis decke die Kosten ab. Die GES werde das Baugebiet fertig erstellen. Öffentliche Wege und Plätze würden dann in das Eigentum der Stadt übergeben.

„Gelungene Mischung aus Groß und Klein“

Er sei froh und dankbar, dass es nun eine gangbare Lösung gebe, sagte Frank Leverenz, CDU. „Wir sind einen riesigen Schritt weitergekommen.“ Annette Schütz, SPD, freute sich über die geplante gelungene Mischung aus großen und kleinen Grundstücken. „Ich könnte mir denken, dass sich das Gebiet schnell füllen wird, weil für jeden etwas dabei ist.“ Parteikollege Wolfgang Leseberg äußerte allerdings Kritik an der Höhe des beabsichtigten Preises und bezeichnete die Rücknahmeverpflichtung nach zehn Jahren als problematisch. Voige sprach jedoch von einem marktüblichen Preis. - sal

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