Sachstandsbericht der Zentralen Dienste zu Büromöbeln / Kein Platz für Akten

Mit Sack und Pack zurück ins Rathaus

Das Inventar zieht wieder mit zurück in das fertig sanierte Rethemer Rathaus.
+
Das Inventar zieht wieder mit zurück in das fertig sanierte Rethemer Rathaus.

Rethem – Beim vorübergehenden Auszug aus dem Rethemer Rathaus im vergangenen Jahr nahmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung alles an Möbeln mit, was noch brauchbar war. Vom Schreibtisch über Schränke, bis hin zum Bürostuhl, wurde alles eingepackt und rüber in das temporäre Rathaus am Bösselweg 4 gebracht. Jetzt steht fest: Sobald die Sanierung des Gebäudes an der Langen Straße 4 abgeschlossen ist, geht es mit Sack und Pack zurück. Das und welche Probleme sowie Herausforderungen dieser Umzug mit sich bringt, berichtete Verwaltungsmitarbeiter Marc Möhlenbrock auf der jüngsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses der Samtgemeinde Rethem.

„Den großen Vorteil, den wir am Bösselweg hatten, war der, dass uns dort ein großer Kellerraum zur Verfügung stand“, berichtete Möhlenbrock. In dem konnte beispielsweise ein Teil der alten Akten gelagert werden, die auf dem Dachboden des alten Rathauses gefunden worden waren. „Im Rahmen einer Reinigungsaktion vor dem Start der Sanierung musste alles raus. Dabei haben wir richtig alte Akten gefunden, teilweise welche von vor 60 Jahren. Rund 40 Kubik haben wir entsorgt – Unterlagen, die wegkonnten.“

Zwar gebe es theoretisch nun mehr Platz im Rathaus, aber der würde für neue Arbeitsplätze gebraucht, weswegen die Verwaltung nicht wieder alle Akten mit zurückschleppen könne. „Wir haben aber im Keller des alten Jugendtreffs ein Archiv eingerichtet, wohin nun alle Bauakten vorübergehend wandern werden. „Ich habe die Hoffnung, dass man die alle irgendwann digitalisieren kann. Bis dahin müssen Mitarbeiter, die auf Bauakten angewiesen sind, leider hin- und herpendeln. Anders geht es nicht“, so Möhlenbrock. Das restliche Inventar wird und muss im sanierten Rathaus untergebracht werden.

„Alle Möbel, die wir derzeit haben, können wir wieder mit rübernehmen. Also da gibt es keine Neuanschaffungen. Nur ein Büro, das bereits über 20 Jahre alt ist, bekommt eine neue Einrichtung“, berichtete Möhlenbrock. Zum allerersten Mal würde außerdem ein fester Azubi-Arbeitsplatz eingerichtet. „Vorher war das nur ein halber Tisch, auf dem man im Grunde keinen Platz hatte, das geht so nicht.“

„Aber auch, wenn wir alle alten Möbel mitnehmen, brauchen wir trotzdem neue Arbeitsplätze, und zwar für fünf vollständige Einrichtungen, da kommen wir nicht drumherum“, so Möhlenbrock. Das sollen Zweckmöbel werden – in einem Baukastensystem. „Pro Zimmer wird es einen Schreibtisch und ein, zwei Schränke geben. Das ist kein Luxus.“

„Im Moment sind alle Kosten abgedeckt“, ergänzte der Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige. Die Schränke seien zwar in die Jahre gekommen, gar keine Frage, trotzdem sei es laut Möhlenbrock nicht sinnvoll, jetzt für jeden Mitarbeiter eine komplett neue Einrichtung anzuschaffen. „Es macht keinen Sinn, jetzt alles neu anzuschaffen, um die Schränke dann vollzustellen, nur damit sie nach der Digitalisierung der Akten leerstehen“, beendete Möhlenbrock seinen Bericht.

Von Lisa Hustedt

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

iPhone 13 jetzt schon sichern – zu diesen Hammer-Konditionen

iPhone 13 jetzt schon sichern – zu diesen Hammer-Konditionen

Angela Merkel: die wichtigsten Momente ihrer Karriere

Angela Merkel: die wichtigsten Momente ihrer Karriere

Meistgelesene Artikel

„Lass uns vorsichtig fahren“

„Lass uns vorsichtig fahren“

„Lass uns vorsichtig fahren“
Mutmaßlicher Dreifachmord in Bispingen: Tötete er aus Befriedigung?

Mutmaßlicher Dreifachmord in Bispingen: Tötete er aus Befriedigung?

Mutmaßlicher Dreifachmord in Bispingen: Tötete er aus Befriedigung?
Rethem: Die weite Reise ins Testzentrum

Rethem: Die weite Reise ins Testzentrum

Rethem: Die weite Reise ins Testzentrum
Wolf verfolgt Frau durch den Wald: „Braucht man kein zweites Mal“

Wolf verfolgt Frau durch den Wald: „Braucht man kein zweites Mal“

Wolf verfolgt Frau durch den Wald: „Braucht man kein zweites Mal“

Kommentare