Minigolf-Anlage im Londyplatz öffnet morgen unter neuem Betreiber

18 Bahnen in neuem Glanz

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Gerhard Heitmann, Frank Leverenz und Cort-Brün Voige (v.l.) auf der Minigolf-Anlage im Londypark.

Rethem - Es sieht so einfach aus: Kurz mit dem Schläger ausgeholt, ein „Plock“ und der kleine rote Ball überwindet das Hindernis – in diesem Fall eine Röhre – und rollt ins Loch. Wer so eine Sicherheit beim Minigolf an den Tag legen will wie Rethems Bürgermeister Frank Leverenz muss kräftig üben. Gelegenheit gibt es im Londypark auf der frisch überholten 18-Loch-Anlage des neuen Betreibers Gerhard Heitmann.

Morgen, 1. Mai, geht es offiziell los. Die Bahnen und Schreibblock-Halter sind neu gestrichen, Abschlagsflächen gespachtelt, die Toilettenanlage auf Vordermann gebracht, die Terrasse gereinigt und mit neuen Tischen und Stühlen versehen. Dem Besucher bietet sich ein einladendes Bild.

Geöffnet ist von Mai bis September, täglich von 11 bis 21 Uhr, außer bei Regen. Im April und Oktober stehen die 18 Bahnen von 11 bis 18 Uhr zur Verfügung und montags ist Ruhetag.

Der 62-jährige Frührentner aus Krelingen wurde unter fünf Bewerbern als neuer Betreiber ausgewählt. Er habe in der Zeitung gelesen, dass die Stadt auf der Suche nach einem neuen Pächter ist, sagte Heitmann gestern im Pressegespräch. Rethem und den Londypark habe er gar nicht gekannt. „Minigolf spielen viele Leute“, habe er sich gedacht und sich beworben. Es folgte ein Gespräch mit Verwaltungs- und Stadtratsvertretern, woraufhin Heitmann ein Konzept einreichte, das Anklang gefunden habe.

Der Platz liege so schön und er sei gerne draußen, zeigte sich Heitmann von seinem Projekt angetan. Es gehe unter anderem darum, den Londypark zu beleben. Und dazu wolle er beitragen. Neben dem normalen Betrieb biete er Kindergeburtstage sowie Firmen- und Gruppenveranstaltungen zu nicht überteuerten Preisen an. Auf der Anlage gehe es vornehmlich um den Freizeitspaß. Verbandsnormen erfüllten die 18 Bahnen nicht.

„Wichtig ist, die Bahnen täglich zu pflegen“, erzählt Heitmann. „Es muss gewischt werden, damit es ordentlich aussieht.“ Er blickt auf die Bäume, die im Sommer zwar Schatten spenden, aber auch Blätter und Samen abwerfen. Außerdem säßen Tauben darin.

Er könne sich vorstellen, nach und nach die eine oder andere Bahn auszutauschen. Aber das koste sehr viel Geld. Leben muss Heitmann nicht vom Betrieb der Anlage. „Ich mache nebenbei noch andere Sachen.“ Aber natürlich solle es auch kein Zuschussgeschäft werden.

Um die langen Öffnungszeiten möglich machen zu können, helfe die ganze Familie mit, erklärt Heitmann. Werben möchte Heitmann vornehmlich mit Flyern. Außerdem setzt der 62-Jährige auf Mund-zu-Mund-Propaganda.

Rethems Bürgermeister Frank Leverenz lobte das Engagement Heitmanns: „Was hier jetzt passiert ist richtig gut.“ Er sei in seiner Jugend regelmäßig auf der Anlage gewesen. Er erwarte, dass nicht nur Urlauber und Paddler das Angebot nutzten, sondern auch die Rethemer Bürger.

Und Stadtdirektor Cort-Brün Voige lobte, dass das Ganze jetzt einen richtig einladenden Eindruck mache. Es handele sich um eine kleine Attraktion direkt am Aller-Radweg. Es sei schön, dass sie wieder mit Leben gefüllt werde.

sal

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