Milchlandpreis: Schild an der Stalltür auf dem Betrieb Kopmann angebracht

Mut zur Investition gelobt

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Familie Kopmann mit ihren Helfern und dem neuen Schild: hinten von links Erika Meinke, Rolf Kopmann, Simon Kopmann, Gernot Heers und Sören Kopmann; vorne von links: Silvia Kopmann, Helmut Kopmann und Isabelle Eicher.

Wohlendorf - Ungewohnt viele Besucher fanden sich gestern Vormittag auf dem Hof der Familie Kopmann in Wohlendorf ein. Der Betrieb war im Dezember als einer der zehn besten Milcherzeuger Niedersachsens ausgezeichnet worden. Nun wurde das entsprechende Hofschild im Beisein zahlreicher Ehrengäste übergeben und aufgehängt.

Simon Kopmann hatte den Milchviehbetrieb für den Wettbewerb, an dem 10000 Höfe teilgenommen hatten, angemeldet. Er begrüßte die Gäste und ging auf die Geschichte des Unternehmens ein.

Seit 1931 werde der Hof unter dem Namen Kopmann geführt. Im Laufe der Jahre sei immer weiter investiert und erweitert worden. Dazu habe schon sein Großvater Helmut Kopmann beigetragen, der auch das Wohnhaus aufgestockt habe. Sein Vater Rolf Kopmann habe 1971 den Boxenlaufstall gebaut und 1998 einen Jungviehstall. Außerdem sei ein Betrieb dazugepachtet worden. 2008 hätte er für 40 Tieree angebaut. Nach einer Banklehre sei er in das Unternehmen eingestiegen. 2012 sei das Güllesilo, 2013 die Lagerhalle und 2015 ein Stall für 150 Milchkühe dazugekommen. „Es folgen noch zwei Bauabschnitte“, erzählte Simon Kopmann. Entstehen sollen 120 Liegeboxen und ein neues Melkzentrum samt Abkalbbereich. „Wir hoffen auf den gleichen Erfolg wie in der Vergangenheit.“

Herbert Heyen, Vorsitzender der Landesvereinigung der Milchwirtschaft, betonte, dass die Teilnahme am Wettbewerb freiwillig ist. Jeder Betrieb erhalte einen Fragebogen. Nach einer Vorauswahl untersuchten Zweier-Gremien die verbleibenden Unternehmen genauer. „Bei der Preisvergabe steht die Nachhaltigkeit im Vordergrund“, so Heyen. Es gehe um eine verantwortungsvolle Betriebsführung sowie vorbildlichen Tier- und Umweltschutz. In die Bewertung fließe aber auch ehrenamtliches Engagement ein.

Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige betonte, dass es beim Milchlandpreis nicht um die höchste Milchleistung der Kühe, sondern um betriebswirtschaftliche Dinge gehe. Es handele sich um einen Unternehmerpreis für nachhaltiges Wirtschaften. „Vielleicht reicht es irgendwann für die ‚Goldene Olga‘, dann ist die in Rethem-Moor nicht mehr alleine“, spielte er mit einem Schmunzeln auf die Auszeichnung des Milchviehbetriebes Evers 2010 an. Simon Kopmann stehe vor einer großen Herausforderung, könne aber von den Erfahrungen der Generationen nicht nur profitieren, sondern darauf aufbauen.

Gerd Knoche vom Milchkontrollverband Elbe-Weser gratulierte im Namen des Landeskontrollverbandes und sprach von Hochachtung vor dem Mut, immer weiter zu investieren. „Es wird 365 Tage im Jahr gearbeitet. Die Tiere kennen kein Wochenende.“

Bei einem Rundgang stellte Rolf Kopmann den Betrieb vor. Noch hätten alle Tiere Namen, aber es werde immer schwieriger, sich alle zu merken. Er stellte heraus, dass die Tiere ihre Ruhe hätten – ohne Geschiebe und Gedränge. „Sie können laufen, liegen und fressen wie sie wollen. Wir hoffen, dass sie es uns mit einer guten Milchleistung und Gesundheit danken.“

sal

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