Hoffnung auf Flurbereinigung

Entkusselung im Rethemer Lichtenmoor durch Nabu-Mitglieder

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Mit der Astschere wird der Baumschnitt zerkleinert, der später im Graben für längere Feuchtigkeit sorgt. Rechts im Bild macht sich Wolfgang Welle für den Einsatz mit der Motorsäge bereit.

Rethem - Von oben kam es ziemlich nass herunter, aber unten wird es leider immer trockener: Bei regnerischem Wetter waren Nabu-Mitglieder aus Rethem und Umgebung am Sonnabend im Lichtenmoor unterwegs, um mit der Entkusselung von Arealen ihren Beitrag für die Wiedervernässung der Moorflächen zu leisten.

Dieses Ziel verfolgen die Naturschützer im Lichtenmoor schon seit gut 20 Jahren auf einigen Flächen, die sich im Besitz des Nabu befinden. „Aber es ist immer nur ein kleiner Beitrag“, räumt Wolfgang Welle aus Rethem ein, der an diesem Sonnabend zusammen mit Klaus Thiele, Eickeloh, einigen Birken und Pappeln mit der Motorsäge zu Leibe rückt, während sich andere Helfer mit Astscheren um den Baumschnitt kümmern.

Das Gestrüpp wird während des Arbeitseinsatzes in die Gräben getreten, damit die Nässe dort länger erhalten bleibt. Welle: „Ziel ist die Verbesserung des Wasserhaushalts in diesen Bereichen.“

„Aber das sind alles natürlich nur kleine Schritte“, sagt auch Klaus Thiele, der aktuell auf ein erst vor einigen Wochen eingeleitetes Flurbereinigungsverfahren im Landkreis Nienburg hofft. Denn jetzt gehe es in einem solchen Verfahren tatsächlich um den Klimaschutz: „Mit ihren Torflagern sind die Moore als CO2-Speicher ausgesprochen wichtig für den Klimaschutz.“ Mit einem neuen wasserwirtschaftlichen Gesamtkonzept könnte es auf dem Weg zur Wiedervernässung des Lichtenmoors deutliche Fortschritte geben.

Auf den letzten Metern bis zum Einsatzort kann die Schubkarre wertvolle Transporthilfe leisten. Und einige junge Naturschützer machen auch schon begeistert mit.

Das Verfahren wird auch die Flächen an der Kreisgrenze Nienburg/Heidekreis betreffen, auf denen die Naturschützer jetzt ihren Arbeitseinsatz hatten. Dort, in der Nähe des Gadesbündener Grenzgrabens, waren die Entkusseler in den vergangenen Jahren schon mehrfach aktiv.

Nicht nur hierfür, sondern auch für eine Reihe anderer Projekte in Sachen Naturschutz, vom Nesterbau für Turmfalken bis zum Winterquartier für Fledermäuse, sucht die Nabu-Gruppe in Rethem interessierte Mitstreiter. Nähere Informationen gibt es bei Wolfgang Welle unter der Telefonnummer 0172/5146827. 

fra

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