Rund 60 Teilnehmer

30 Mannschaften beim sechsten Boule-Heide-Cup in Fulde am Start

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Silberne Boule-Kugeln nähern sich der hölzernen Zielkugel.

Fulde - Harald Röhrs ist 53 Jahre. Der Rethemer hat sich auf dem Fulder Sportplatz mit allem möglichen versorgt, was gegen die Sommerhitze helfen kann, bis hin zum weißen Tuch, dass er über sein Gesicht wischt, wenn die Sonne zu arg wird. „Aber trotzdem macht mir dieser Sport Spaß“, sagt der Rethemer, der seit acht Jahren im Forum diesen Sport mit der nur 700 Gramm schweren silbernen Kugel ausübt. „Es entspannt einfach, hält mich fit, hilft den Schultern“, erklärt er und lässt sich zur Pause erst einmal in seinem Campingsessel nieder.

Boule-Zeit im Heidekreis: Immer mehr interessierte Menschen finden zu diesem Sport. Und so wundert es nicht, dass auf zwei sorgfältig angelegten Boule-Plätzen neben dem Fulder Sportplatz bereits der sechste Heidekreis–Cup im Boule mit immerhin 30 Mannschaften und an die 60 Teilnehmer ausgetragen wurde.

Manfred Wenzel ist einer der Organisatoren im Fulder Team, das die Gäste fast fürstlich bedient und den Wettkampf der Teams nach einem durchaus strengen Reglement durchführt. Manni, „Mädchen für alles“ auch an diesem Tag, kümmert sich um die Schreiberei, behält den Überblick über die Ergebnisse. 

Denn so schön harmonisch es für einen Außenstehenden auch aussehen mag: Im Wettkampf mit den kleinen Kugeln wird es durchaus ernst. So mancher ärgert sich im Turnierverlauf über einen missratenen Wurf. Aber der Teamgeist überwiegt, wie in anderen Mannschaftssportarten auch.

Dabei gewesen zu sein, ist auch für das Boule-Team aus Rethem wichtiger als die Platzierungen. 

Rethem ist mit zehn Boulespielern am Start. Reiner Dittmers führt die Gruppe schon seit einiger Zeit und bietet auch andere Unternehmungen für seine Mitglieder an, die eine Gruppe im Forum Rethem bilden. 

Mit dabei ist auch Horst Weber aus Frankenfeld, mit 84 Jahren der Älteste bei den Allerstädtern. Warum er boult? „Es macht mir einfach Spaß. Man kann so herrlich abschalten. Und es ist auch noch gesund.“ Die beiden agilen älteren Herrschaften betonen, dass auch immer mehr jüngere Menschen dazukommen. Insgesamt sind es in Rethem 20 Mitglieder, die einen jährlichen Beitrag von nur 15 Euro bezahlen.

Es sind reine Freizeitsportler, die sich aber auch gerne mal mit anderen Mannschaft messen, wie der 77-jährige Düshorner, der sogar schon mal Sechster bei den Landesmeisterschaften war, dann aber bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin gleich zu Beginn ausschied. „Es ist leicht zu spielen, aber schwer zu gewinnen“, kommentieren er und seine Mitspieler.

Einen souveränen Auftritt haben die Esseler Teams in Fulde, die vier erste Plätze belegen. In einem spannenden Endspiel behaupten sich Ingo Feldmann-Dörge und Marcel Dörge gegen Hans Tappe und Horst Schmidt. Beste Rethemer: Harald Röhrs und Ernesto Veber auf Rang fünf. 

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