Freitag in Bierde

Mahnfeuer gegen die uneingeschränkte Ausbreitung des Wolfes

Bierde - Die Weidetierhalter Nordost-Niedersachsen (WNON), die Landfrauen und alle Rasseverbände rufen zu landesweiten Mahnfeuern auf.

In der Samtgemeinde Rethem fand diese Aufforderung offene Ohren. Am Freitag, 12. Mai, wird ein Mahn- und Solidarfeuer gegen die uneingeschränkte Ausbreitung des Wolfes entzündet. Treffpunkt für alle Interessierten ist um 19.30 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus in Bierde. Das Gebäude befindet sich in der Ortsmitte, an der Hauptstraße.

„Berechtigte Ängste werden nicht wahrgenommen“

„Als Weidetierhalter wird unsere Existenz zunehmend durch die starke Ausbreitung des Wolfes (Verdoppelung des Bestandes in drei Jahren) bedroht, auch die berechtigten Ängste der ländlichen Bevölkerung werden überhaupt nicht ernst genommen“, schreiben die Veranstalter in ihrer Einladung.

„Auch hier im Heidekreis ist der Wolf kein Märchen mehr, sondern längst (eine gern totgeschwiegene) Realität.“ Am Mahnfeuer möchten die Organisatoren mit Besuchern ins Gespräch kommen und sich über ihre Erfahrungen zu dem Thema austauschen.

„Wir wollen auch weiterhin unsere Schafe, Ziegen, Rinder, Pferde und Gehegewild artgerecht auf der Weide halten können.“

Bestandsregulierung gefordert

Das Aktionsbündnis aktives Wolfsmanagement, dem auch die Weidetierhalter und das Landvolk angehören, hat in einer gemeinsamen Position die sofortige Einführung eines „echten“ Wolfsmanagements inklusive Bestandsregulierung in Niedersachsen und auf Bundesebene gefordert. „Die gezielte Vergrämung und Entnahme von Wölfen ist nach internationalem und europäischem Recht grundsätzlich möglich“, schreibt das Bündnis. In einigen europäischen Ländern werde dieses aktive Wolfsmanagement bereits umgesetzt. Die Bedingungen seien auch in Deutschland erfüllt. „Der Wolf ist keine vom Aussterben bedrohte Wildart.“ Ziel sei die Abwehr von Gefahren für Leib und Leben von Menschen sowie für den Schutz von Weidetieren und zur Erhaltung von Weidelandschaften oder für die Gewährleistung der Sicherheit von Hochwasserschutzdeichen.

Zu den Forderungen des Bündnisses gehört die wissenschaftliche Prüfung und Festlegung, in welchen Landschaftsräumen die Etablierung eines Wolfsrudels akzeptabel ist. Lenkende Maßnahmen wie Vergrämung oder Entnahme sollten zugelassen werden.

100-prozentige Förderung aller Schutzmaßnahmen gewünscht

Das Aktionsbündnis spricht sich für die Entbürokratisierung des Verfahrens über Ausgleichszahlungen für Nutztierverluste und Schäden an allen Huf- und Klauentieren sowie andere Schäden eines Tierhalters aus, die nachweislich oder wahrscheinlich durch einen Wolf verursacht wurden. Außerdem solle ein Rechtsanspruch auf Ausgleich ohne finanzielle Deckelung geschaffen werden.

Schließlich geht es dem Bündnis um die Verbesserung der Förderbedingungen für Schutzmaßnahmen für Weidetiere. Ziel ist die 100-prozentige Förderung.

sal

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Erinnerung an den Krieg: Sarajevos "Tunnel des Lebens"

Erinnerung an den Krieg: Sarajevos "Tunnel des Lebens"

Pebble Beach: Autoneuheiten beim Oldtimergipfel

Pebble Beach: Autoneuheiten beim Oldtimergipfel

Rasende Raubkatze - 25 Jahre Jaguar XJ220

Rasende Raubkatze - 25 Jahre Jaguar XJ220

Bilder: Nordamerika im Bann der totalen Sonnenfinsternis

Bilder: Nordamerika im Bann der totalen Sonnenfinsternis

Meistgelesene Artikel

Walsroder fiebern NDR-Stadtwette entgegen

Walsroder fiebern NDR-Stadtwette entgegen

24-Jähriger verliert Kontrolle über seinen Wagen 

24-Jähriger verliert Kontrolle über seinen Wagen 

Unwetter: Nur kurz, aber gewaltig

Unwetter: Nur kurz, aber gewaltig

Rundballen treffen Biker

Rundballen treffen Biker

Kommentare