Leverenz, Oestmann und Jahns über Gegenstände auf dem Rethemer Deich

Für friedliches Miteinander

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Karl Dieter Oestmann, August Jahns und Frank Leverenz (v.l.) genießen die Aussicht.

Rethem - Kopfschütteln ruft die Posse um die „Deichbesetzung“ bei Rethem hervor. Zunächst wurde die Aktion „Kunst auf dem Deich“ untersagt und dann das Aufstellen von Bänken auf dem Deich verboten. Unklar ist, ob das Silvesterfeuerwerk im bisher üblichen Rahmen veranstaltet werden kann. Jetzt haben Bürgermeister Frank Leverenz, Ehrenbürgermeister Karl Dieter Oestmann und Ehrenbürger August Jahns Position zum Thema bezogen.

„Zufällig“ trafen sich die drei auf einer Bank auf dem Deich auf Höhe der Bockwindmühle, mit Sicht auf die historischen Gebäude (Backhaus, Speicher und Mühle). „Hier kann man es wirklich bei diesem wunderbaren Anblick aushalten“, waren sich die drei einig. Aber dürfen sie das?

Frank Leverenz hat sich zum Thema geäußert: „Um eines vorwegzunehmen: Es geht uns mit diesem Vorgehen nicht darum, irgendwelche Personen anzuklagen, sondern die Menschen zu sensibilisieren, über ihre Vorgehensweise nachzudenken. Mir war und ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass wir gemeinsam um ein friedliches Miteinander werben. Auslöser dieser aus unserer Sicht verfahrenen Situation ist und war ‚Kunst auf dem Deich‘.“

Es sei zu Aussagen, Anmerkungen und Streitigkeiten gekommen, die dazu geführt hätten, dass die Frage, ob Bänke auf dem Deich aufgestellt werden dürfen, jetzt in aller Munde sei. „Ich halte diese Diskussion für fatal und dem Ehrenamt gegenüber nicht vermittelbar. Es herrscht bei vielen Mitbürgern Unverständnis und Fassungslosigkeit.“

Leverenz erläutert, dass es in Rethem zwei ehrenamtliche Gruppen gibt, die besonders von der Situation betroffen seien. Neben dem Grünen Rethem handele es sich um die Männer der Rethemer Runde. Beide hätten es sich zur Aufgabe gemacht, Arbeiten auszuführen, die durch den Bauhof geleistet würden oder durch Fremdvergabe mit viel Geld bezahlt werden müssten. Einige Personen engagierten sich in beiden Gruppen, zum Teil unterstützten Ehepartner sich gegenseitig.

Gute Arbeit sei auch bei den Bänken geleistet worden. Leverenz: „Diese wurden von der Rethemer Runde in liebevoller Kleinarbeit überarbeitet, wobei die Materialien auch noch durch Mitglieder der Gruppe gespendet wurden. Nach der Aufarbeitung sollten die Bänke jedoch nicht mehr an der Stelle stehen, wo sie bereits über Jahre zum Gesamtbild des Deiches gehörten. Es entstand ein Hickhack, das verständlicherweise durch die Zeitungen begleitet wurde und für die Außendarstellung nicht förderlich ist und war. Auch Gespräche, die geführt wurden, haben nicht zu einer Entspannung geführt.“

Das sei für ihn als Bürgermeister Grund genug gewesen, mit dem Ehrenbürgermeister und dem Ehrenbürger eine Bank wieder aufzustellen, um ihr Missfallen zum Ausdruck zu bringen. „Es ist nicht förderlich für das Ehrenamt, sich hinter Paragrafen und Richtlinien zu verstecken.“

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