Lediglich ein Bewerber

Mögliche Fertigstellung der Rathaussanierung in Rethem im Sommer 2020

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Das Rathaus Rethem soll saniert werden.

Rethem - Der Bau- und Friedhofsausschuss der Samtgemeinde Rethem hat sich am Dienstagabend mit vier Ja- und drei Nein-Stimmen dafür ausgesprochen, der Planungsgruppe Niemeyer den Auftrag für die Umsetzung der Rathaussanierung Rethem sowie der Bereitstellung des Ausweichquartiers zu erteilen.

Das Büro Niemeyer hatte bereits die Vorplanung bis zur erteilten Baugenehmigung übernommen. Die Planungsleistung für die folgende Rathaussanierung und Bereitstellung des Ausweichquartiers für die Samtgemeindeverwaltung sollte laut Ratsbeschluss ausgeschrieben werden. Harm-Dirk Hüppe, Allgemeiner Vertreter, berichtete, dass fünf leistungsfähige Büros angeschrieben worden seien. Vier hätten abgesagt, da sie keine ausreichenden Kapazitäten frei haben. „Lediglich Niemeyer hat Interesse bekundet.“

Wolfgang Leseberg, SPD, sagte, dass eigentlich ein anderes Büro die Planung hätte umsetzen sollen. „Wir haben das Thema in der Fraktion intensiv diskutiert und mussten entscheiden, ob wir neu ausschreiben wollen.“ Sie hätten sich schließlich dagegen entschieden. „Ich glaube nicht, dass es wirklich günstiger würde“, meinte auch Heinz Bäßmann, CDU.

Thomas Jäh, Mitinhaber der Planungsgruppe Niemeyer, stellte die vorgesehene Vorgehensweise zur Umsetzung des Projektes vor. Er erläuterte, dass der Preis auch bei anderen Büros immer der gleiche sei, da nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) abgerechnet werde. Das Honorar werde auf Basis der Kostenberechnung ermittelt, nicht auf der der Ausschreibungsergebnisse und belaufe sich brutto auf rund 257. 000 Euro.

Jäh nannte eine Reihe von Referenzobjekten und hob schließlich die Themen Kostenkontrolle sowie Sicherheit und Qualitätsmanagement hervor. Schon während der Planung sei es wichtig, immer wieder einen Kostenabgleich zu machen. „Wir schreiben zudem gerne Alternativen aus.“ Wichtig sei, dies rechtzeitig zu machen. Jäh sprach sich gegen pauschale Zahlungen aus. „Ab der ersten Abschlagszahlung müssen Aufmaße, etc. vorgelegt werden.“ Auch die Einforderung von Nachtragsangeboten sei möglich.

Mehrheit für Niemeyer

Er stellte schließlich einen groben Zeitplan vor. „Der Auftrag könnte vielleicht zum Jahresende erteilt werden.“ Da das Büro im Januar und Februar keine Zeit habe, könne eine Ausschreibungsplanung eventuell im März/April erfolgen. Die Vergabeverhandlungen seien dann im Mai/Juni möglich, der Maßnahmebeginn im August. Die geschätzte Bauzeit betrage zehn bis zwölf Monate. Die Fertigstellung sei somit im Sommer 2020 möglich.

„Im Januar/Februar müsste man sich über die Containerlösung klarwerden.“ Wichtig sei hier, eine Ausschreibung zu erstellen, um belastbare Preise zu erhalten.

Grundsätzlich sollte der Bauherr sich immer wieder fragen, ob er bekomme, was er wolle und brauche, mahnte Jäh. „Solange noch nicht angefangen wurde zu bauen, kann man noch etwas ändern.“

Verwaltungschef Cort-Brün Voige wollte schließlich wissen, ob die Baumaßnahme in etwa mit den berechneten Preisen umzusetzen sei. „Oder müssen wir mit deutlich anderen rechnen?“ Immerhin gebe es wieder Angebote, antwortete Jäh. Das sei vor drei, vier Monaten noch anders gewesen. „Die Preissituation ist sehr schwierig einzuschätzen. In den vergangenen zwölf Monaten habe es beispielsweise im Hochbau Preissteigerungen von bis zu 20 Prozent in einigen Gewerken gegeben. sal

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