1. Startseite
  2. Lokales
  3. Heidekreis
  4. Rethem (Aller)

„Weniger und mehr“ in Rethem: Lebensmittel und Zeit für Gespräche

Erstellt:

Von: Klaus Müller

Kommentare

Fünf Frauen sitzen in einem Raum an einem Tisch.
Sie engagieren sich bei „Weniger und mehr“ in Rethem (v.l.): Antje Suhr, Marie-Kristin Feldmann, Renate Westermann, Ursula Burfien und Anita Rabe. © Müller

„Weniger und mehr“ in Rethem untersteht der Diakonie. Jede Woche am Freitag verteilen ehrenamtliche Helferinnen Lebensmittel an Bedürftige. Doch zuletzt verzeichneten die Frauen ein rückläufiges Spendenaufkommen.

Rethem – Renate Westermann ist die letzte im Bunde der ehrenamtlichen Crew von „Weniger und mehr“ in Rethem, die an diesem nassen Januarnachmittag in den kleinen Aufenthaltsraum des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses an der Londystraße kommt. Die 80-Jährige ist schon seit vielen Jahren dabei, hilft in der kirchlichen Sozialeinrichtung bedürftigen Menschen aus der Allerstadt, versorgt sie jeden Freitagnachmittag mit Lebensmitteln und einem guten Kaffee. „Sie ist für uns eine große Hilfe“, sagt Antje Suhr, die das zehnköpfige Team anführt und so ein bisschen Chefin für alles ist. Mit dabei sind auch Tochter Marie-Kristin Feldmann, die nebenbei auch Wettkämpferin bei der heimischen Feuerwehr ist, Anita Rabe und Ursula Burfien.

Freitags beginnt um 16.30 Uhr die Essensausgabe, die erst spät endet. „Man ist schon ziemlich fertig, wenn man wieder zu Hause ankommt“, sagt Antje Suhr. Die Damen arbeiten ehrenamtlich, unterstützt durch einige weitere Helfer, nebenbei auch in der Frauengruppe der Kirche oder beim bald stattfindenden Blutspendetermin.

„Weniger und mehr“ untersteht der Diakonie, der Kirche, und wird auch von ihr unterstützt. „Wenn wir nicht genug haben, kaufen wir Lebensmittel zu“, berichtet Antje Suhr. Vom Supermarkt, dem Hofladen und vom Bäcker erhält die Einrichtung außerdem dankbar entgegengenommene Spenden. Die Walsroder Tafel steuere immer wieder Material bei. Dafür zeigen sich die Frauen ebenfalls sehr dankbar. Insgesamt sei das Spendenaufkommen allerdings auch in Rethem zurückgegangen. Es werde eben alles nicht einfacher. Und darum: „Über weitere Spenden würden wir uns sehr freuen.“ Das gelte für Sach- ebenso wie für finanzielle Zuwendungen.

Antje Suhr betont: „Trotz der Umstände haben wir Spaß, kommen gern, um uns mit den Menschen einfach auch einmal zu unterhalten.“ In letzter Zeit seien Ukrainer dazugekommen. 25 lebten in der Stadt. Bis zu 30 Personen werden jeden Freitag gut versorgt. Sie können sich mit Lebensmitteln für ihre Familien eindecken. Dazu gibt es die Gelegenheit zum gemeinsamen Kaffee trinken und zum Reden.  

Auch interessant

Kommentare