Landvolk informiert zum Thema

Südlink-Trasse: Wiederkehrende Zahlungen gefordert

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Feuerkörbe, Bratwürste und Glühwein. Zu den Teilnehmern der Infoveranstaltung gehörten Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige und Landtagsabgeordneter Sebastian Zinke.

Rethem - Ein 50 Meter breiter Streifen kultivierten Ackerbodens zog sich von der Landstraße Rethem-Ahlden zum Wald bei Frankenfeld hin. „So breit müssen Sie sich die Arbeitstrasse vorstellen. Die eigentliche Trasse mit einer Erdverkabelung in 1,50 Metern Tiefe beträgt dann 20 Meter“, informierte Jochen Oestmann vom Landvolk Lüneburger Heide. Der Streifen könne nur eingeschränkt landwirtschaftlich genutzt werden. Spargel- oder Gehölzanbau seien da beispielsweise nicht zulässig.

„Hier wird die Trasse allerdings nicht verlaufen“, erklärte Jochen Oestmann. „Wir haben diesen Bereich ausgewählt, weil sich hier das Projekt besonders gut visualisieren lässt.“ Und um keine falschen Gedanken aufkommen zu lassen: Das Landvolk sei nicht gegen eine Veränderung der Infrastruktur, auch Landwirte brauchten Strom.

Unvollkommen und nicht zufriedenstellend geregelt ist nach Meinung des Landvolkes eine Ausgleichszahlung für die Landwirte. Und da sei man im Gespräch und habe einiges erreicht. Sachverständige würden kommen und Schäden ermitteln, beim Bau der Trasse solle es eine einmalige Entschädigung geben. Da gehen die Vorstellungen allerdings auseinander. Der Landvolkverband fordert wiederkehrende Zahlungen für die Bodennutzung, weil mit einer dauerhaften Beschränkung für die betroffenen Betriebe zu rechnen ist.

Durchgesetzt habe sich die Erdverkabelung, zumindest in den meisten Bereichen, obwohl sie dreimal so teuer sei, berichtete Oestmann. Aber es werde auch Strecken mit Freiluftleitungen geben. Die meisten Kosten verursache der Übergang von einer Variante zur anderen.

Der Heidekreis, besonders die Gegend um Rethem, sei auf jeden Fall von der Trasse betroffen, obwohl die Streckenführung noch nicht feststehe, sagte Oestmann. Entweder führe der Korridor durch das Gebiet zwischen Frankenfeld und Bosse oder nehme einen Verlauf westlich von Rethem. Dritte Wahl sei ein weiter östlich verlaufender Korridor, der allerdings kaum in Betracht kommen wird, weil er über den Truppenübungsplatz Bergen führen würde. 

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