Lagerhalle auf Milchviehbetrieb wird von Feuer zerstört / Hoher Sachschaden

Acht Kälber verendet

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Die Brandruine auf dem Betrieb in Rethem-Moor.

Rethem - In voller Ausdehnung brannte am Donnerstag, gegen 19.30 Uhr, die etwa zehn mal 30 Meter große Lagerhalle eines Milchviehbetriebes an der Straße Auf der Bucht in Wohlendorf. Wie Polizei und Feuerwehr gestern mitteilten, verendeten acht Kälber in dem Feuer. Menschen wurden nicht verletzt. Der Schaden wird auf etwa 200000 Euro geschätzt.

In der separat stehenden Halle wurden Heu und Stroh gelagert. Auch ein unmittelbar am Objekt abgestellter Traktor mit Viehanhänger verbrannte.

Die Feuerwehren aus Rethem, Häuslingen, Bierde, Böhme und Frankenfeld waren mit rund 100 Einsatzkräften vor Ort. Im Zuge der Löscharbeiten wurden Heu und Stroh unter Verwendung eines Teleskopladers aus der Lagerhalle gezogen, gelöscht und mit Hilfe von großen Muldenanhängern, die im Pendelverkehr eingesetzt wurden, abtransportiert. Wasser kam aus einem nahen Teich, einem Feuerlöschbrunnen und einem Unterflurhydranten in der Nähe des Einsatzortes.

Der Brandschutzabschnittsleiter Süd, Richard Meyer, sowie dessen Stellvertreter Dieter Fricke, verschafften sich vor Ort ein Bild des Geschehens. Der Einsatz zog sich bis in die frühen Morgenstunden hin.

Der Zentrale Kriminaldienst hat die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen.

Brand in Rethem-Wohlendorf

Genau eine Woche zuvor war eine Stallanlage auf dem Hof von Heinz Bäßmann in Rethem-Moor durch ein Feuer zerstört worden (wir berichteten). In dem 30 mal 60 Meter großen Massivbau befanden sich Stallungen, Lagerräume und Fahrzeuge. Zum Glück war es hier gelungen, die Tiere rechtzeitig nach draußen zu treiben. Der in Rethem-Moor entstandene Sachschaden war mit 300000 Euro beziffert worden. Die Polizei geht bei diesem Feuer inzwischen von Brandstiftung aus.

Das Feuer belaste ihn auch psychisch, bestätigte Bäßmann auf Nachfrage. „Man hat Probleme, den Kopf freizubekommen. Ich bin emotional am Boden.“ Der Landwirt kann nur raten, was den Täter angetrieben hat: „Hass auf Landwirte? Lust auf Feuer?“ Nach dem Brand in Wohlendorf komme für ihn alles wieder hoch. „Ich war gerade soweit, dass ich wieder frei sprechen konnte. Das Ganze ist eine Katastrophe – nicht nur für uns, auch für die Feuerwehr.“ Es bleibe zu hoffen, dass nicht noch mehr passiert. Die Sorge treibe die Landwirte um.

Olaf Rothardt, Pressesprecher der Polizeiinspektion Heidekreis, sagte, dass sich Menschen, die etwas Ungewöhnliches in der Nähe der relativ abseits von anderen Ansiedlungen liegenden Höfe beobachtet haben, bitte melden sollten. Es gehe zum Beispiel um in einiger Entfernung geparkte, unbekannte Fahrzeuge. „Wir gehen davon aus, dass ein etwaiger Täter mobil ist.“

sal

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