Frank Leverenz äußert sich zu rechtlicher und emotionaler Situation

Lärmschutz für den Burghof sorgt in Rethem für Frust

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Der Burghof sorgt für Diskussionen.

Rethem - Die einen wollen feiern, die anderen ihre Ruhe. Das Thema Lärmschutzmaßnahmen für den Burghof erregt weiterhin die Gemüter. Doch die entsprechenden Tagesordnungspunkte wurden sowohl im zuständigen Ausschuss als auch während der Stadtratssitzung am Montagabend ausgesetzt.

Frank Leverenz, Vorsitzender des Rates und des Burghof-Vereins, zeigte sich verärgert. Schon beim Bau des Burghofes hätte die damalige Verwaltung den Bebauungsplan anpassen müssen, um private und kulturelle Veranstaltungen durchführen zu können, sagte er.

Wolfgang Leseberg, SPD, ergänzte, dass in der Baugenehmigung die Dezibel-Grenzen festgeschrieben seien. „Jeder hat einen Anspruch darauf, dass sie eingehalten werden.“ Das gelte auch für die Bewohner der später erstellten Seniorenwohnanlage. „Es ärgert mich, dass man die Anlieger zum Buhmann macht.“

„Wir müssen einen Weg finden“

Angela Meyer verdeutlichte in der Einwohnerfragestunde ihren Ärger. Es hätte beim Senioren-Wohnen ein Eintrag ins Grundbuch erfolgen müssen. Diesen habe es jedoch nicht gegeben. Für die engagierten Ehrenamtlichen sei die Situation frustrierend.

Leverenz zeigte sich zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden werden kann. „Wir müssen einen Weg finden.“

Gestern ergänzte Leverenz, dass der Bau der Seniorenwohnanlage die Situation verschärft habe und zu den heutigen Diskussionen über das Thema Lärm geführt habe. Ursache seien jedoch nicht die Anlieger, sondern die mangelhafte Planung beim Burghof-Bau.

„Um den Anliegern gerecht zu werden, hat der Burghof-Verein in Absprache mit der Verwaltung und Politik zwei Lärmgutachten in Auftrag gegeben.“ Hier sei die Empfehlung ausgesprochen worden, eine bewegliche Tür zwischen Burghof und von Behrschem Gebäude zu errichten, um den Geräuschpegel vom Außengelände des Burghofes einzudämmen. An dieser Stelle entstehe ein Trichtereffekt. Leverenz warnte jedoch: „Es ist wichtig, zu wissen, dass diese Maßnahme letztendlich keine Rechtssicherheit erzeugt.“

Unverständnis bei den Ehrenamtlichen

Bei den Ehrenamtlichen stoße die Diskussion auf Unverständnis, sagte der Vorsitzende. „Der Vorstand des Burghofvereins steht vor der Situation, dass ihn die falschen Entscheidungen beim Bau des Burghofes heute in seinem Angebot immer mehr einschränken.“ So wachse die Frustration.

Einschränkungen durch Fehlentscheidungen

Leverenz erläuterte: „Das Konstrukt ist so aufgebaut, dass der Burghofverein Aufgaben ausführen muss, die eigentlich originäre Aufgaben der Stadt Rethem sind. Dieses ist im Betriebsführungsvertrag geregelt.“ Er bezeichnete es als „Unding“, dass weit über 95 Prozent der Zuschüsse der Stadt in das Gebäude und nicht in die kulturellen Veranstaltungen flössen. „Die vom Burghofverein geleistete Arbeit ist eine städtische Aufgabe.“

Leverenz: Auch auf die emotionale Seite schauen

Der heutige Vorstand habe sich 2011 gefunden. Die Aufgaben des Vereins seien durch die Einstellung einer Kulturkoordinatorin 2012 und eines Geschäftsführers 2014 geteilt worden. Es gebe einen betriebswirtschaftlichen und einen kulturellen Bereich. Seit 2011 sei außerdem ein Steuerberater in die Arbeit eingebunden. „Mit diesen Maßnahmen versuchen wir seither, den Burghof besser zu vermarkten.“

„Ich möchte an alle handelnden Personen appellieren, nicht nur auf die rechtliche Seite zu schauen, sondern auch auf die emotionale“, betonte Leverenz. „Ich selbst habe mit den Beschwerdeführern gesprochen, die sicherlich zu Kompromissen bereit sind. Insofern sehe ich immer noch eine Chance“, sagte er. - sal

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