Zahlreiche Einsätze im Heidekreis

Unwetter: Nur kurz, aber gewaltig

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Eine riesige Eiche blieb in Böhme, nahe der Böhmebrücke, zunächst in Schräglage hängen.

Heidekreis - Kurz aber heftig zog ein Unwetter, vor dem im Vorfeld mittels der BiWapp gewarnt worden war, am Dienstagabend über den Heidekreis. Zahlreiche Einsätze für die freiwilligen Feuerwehren im gesamten Kreisgebiet waren ab 19.30 Uhr die Folge.

Mehrere Ortsfeuerwehren mussten in den Bereichen Rethem, Walsrode, Bomlitz, Munster, Neuenkirchen, Soltau und Schneverdingen ausrücken. Es dürften geschätzt zwischen 150 und 200 Freiwillige unterwegs gewesen sein. Sie beseitigten Äste und Bäume und setzten zeitweise Drehleitern ein, teilt der Sprecher der Feuerwehr, Jens Führer, mit. Auch sicherten die Ehrenamtlichen überflutete Fahrbahnen ab und pumpten Keller leer.

Obendrein war die Bahnstrecke des Erixx betroffen. Im Bereich Borger-Steg lagen fünf Bäume auf den Gleisen, sodass der Zug nicht passieren konnte. Zahlreiche Passagiere waren betroffen und mussten mit dem Zug zurück zum Bahnhof Walsrode gebracht werden. Auf der Bahnstrecke zwischen Soltau und Visselhövede lagen mehrere Bäume auf den Gleisen.

In der Samtgemeinde Rethem waren die Helfer ebenfalls im Einsatz, schreibt Pressesprecherin Ute Oelkers. Um 19.21 Uhr wurde die Rethemer Ortswehr zu einem über der Straße „Hinter den Höfen“ im Ortsteil Wohlendorf liegenden Baum gerufen. Die Helfer zersägten ihn und befreiten die Straße von Holzresten.

Fünf Bäume lagen auf den Gleisen und bewirkten, dass der Erixx nicht passieren konnte.

Erheblich größeren Schaden fanden die Brandschützer der Ortswehren Bosse und Frankenfeld vor: In der Lindenallee in Bosse waren gleich zwei starke Linden wie Streichhölzer abgeknickt und versperrten die Ortsdurchfahrt. Weiterhin war aus einer Baumkrone ein schwerer Ast auf die Straße gestürzt. Hier sägten die Helfer die abgeknickten Bäume in Stücke und zogen sie beiseite. Unterstützt wurden sie von Landwirten mit Trecker und Radlader. Um weiteren Schaden von abgebrochenen, in den Bäumen hängenden Ästen zu vermeiden, stellten die Einsatzkräfte Absperrungen auf.

In Bierde mussten die Einsatzkräfte Eichenäste, die aus den Baumkronen entlang der L 159 herausgebrochen waren, von der Straße räumen. Weiterhin war eine nahe der Straße stehende, mächtige Eiche samt Wurzelwerk in den Seitenraum gefallen. Sie riss ein circa zwei Meter tiefes Loch in die asphaltierte Fahrbahndecke.

In Böhme, nahe der Böhmebrücke, hing im Verlauf der L159 eine Eiche schräg über der Fahrbahn und machte die Durchfahrt unmöglich. Die Straße wurde gesperrt.

Bis in den späten Abend waren die Einsatzkräfte im Heidekreis tätig, um die Aufgaben abzuarbeiten, dazu mussten die Einsatzstellen nach Einbruch der Dunkelheit ausgeleuchtet werden. Gegen Mitternacht waren die letzten Kräfte wieder eingerückt. Groben Schätzungen zufolge dürften rund 50 unterschiedlichen Einsatzstellen abgearbeitet worden sein.

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