Kultur-, Sozial- und Jugendausschuss spricht über Öffnungszeiten und Gebühren

Arche: Sehr gut, aber teuer

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Mediengruppe Kreiszeitung

Rethem - Erweiterte Sonderöffnungszeiten von 14 bis 16 Uhr wird es wohl ab dem Kindergartenjahr 2015/2016 in der Rethemer Arche geben. Der Kultur-, Sozial- und Jugendausschuss der Stadt Rethem sprach am Mittwochabend einstimmig die entsprechende Empfehlung aus. Das Kirchenamt Celle hatte Anfang Mai den Antrag gestellt.

Der Bedarf war durch eine Befragung ermittelt worden. Die Elternbeiträge für die zusätzliche Zeit in Höhe von 57 Euro monatlich betragen das eineinhalbfache der Regelgebühr. Das gilt auch für Krippenkinder. Es können nur volle Stunden gebucht werden. Wenn mindestens sieben Kinder die verlängerten Zeiten anfragen, kann das Angebot auch in den künftigen Jahren beibehalten werden.

Die Verwaltung rechnet mit einem höheren jährlichen Zuschussbedarf der Stadt Rethem in Höhe von 5700 Euro.

Die Ausschussmitglieder unterhielten sich auch über die Benutzungsgebühren und die soziale Staffelung der Elternbeiträge. Allerdings folgte kein Beschluss. Die Ausschussmitglieder wollen abwarten, in welchem Umfang es tarifliche Erhöhungen für die Beschäftigten gibt, denen die Kirche, in Rethem Träger der Einrichtung, in der Regel folge.

Grundsätzlich kritisierte Stadtdirektor Cort-Brün Voige, dass die Staffelung der Einkommensstufen zu früh ende. Etwa 40 Prozent der Eltern überschritten die letzte Stufe. „Das macht keinen Sinn.“ Er empfahl, eine letzte Stufe bei Jahreseinkommen von mehr als 65000 Euro einzurichten. Die Arche sei im Heidekreis eine der teuersten Einrichtungen pro Kind. „Sie ist aber nicht nur teuer, sondern auch gut.“ Es stelle sich die Frage, ob man bei den derzeitigen Strukturen bleiben müsse, allerdings ohne an Qualität einzubüßen.

Britta Dietrich, CDU, betonte, dass es wichtig sei, die Zahlen regelmäßig zu überprüfen. Die Steigerung müsse für die Eltern tragbar sein. Ziel sei ein ganz neues System mit anderen Zahlen.

Wolfgang Leseberg, SPD, erwähnte den hohen Zuschussbedarf für die Stadt. Aber die Kita sei ein weicher Standortfaktor. Sei die Gebühr zu hoch, steige die Gefahr, dass Familien wegzögen oder gar nicht erst kämen.

Stadtdirektor Cort-Brün Voige kritisierte die Zusammenarbeit mit dem Kirchenamt Celle. Diese stelle sich als relativ schwierig dar. Wenn sich nichts ändere, würden sie sich nach Alternativen umsehen. So versuchten sie beispielsweise seit Ostern, einen Termin zu vereinbaren – vergeblich. Grundsätzlich laufe die Rethemer Arche sehr gut. Hier gebe es keinen Anlass für Kritik, sondern nur im Verwaltungsbereich.

sal

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