Vorstand präsentiert zufriedenstellende Bilanz für das Geschäftsjahr 2013

Kreissparkasse steht gut da

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Ernst-Otto Bahr (l.) und Tim Nikelski stellten die Bilanz 2013 vor. Das Foto zeigt die Vorstände im neuen Turm des Gebäudes in Walsrode, von dem man einen guten Blick auf die Quintusstraße hat.

Walsrode - Obwohl das Marktumfeld nach der weltweiten Finanzkrise und der immer noch anhaltenden Niedrigzinsphase nicht einfach ist, gehört die Kreissparkasse in Walsrode (KSK) zu den erfolgreichsten Sparkassen in Niedersachsen und liegt über dem Durchschnitt im Land. Dies machte KSK-Vorstand Ernst-Otto Bahr bei der Vorstellung der Bilanz 2013 deutlich.

Trotz der allgemeinen Marktlage habe das Geldinstitut gut gewirtschaftet und könne eine zufrieden stellende Bilanz vorweisen. Sie setzten auf eine noch intensivere Kundeberatung und würden das regionale Engagement nicht herunterfahren, sagte Vorstandsmitglied Tim Nikelski. Die Bilanzsumme 2013 liegt mit rund 960 Millionen Euro knapp sieben Millionen über dem Vorjahr, wobei der Bilanzgewinn mit rund 2,1 Millionen Euro annähernd gleich geblieben ist.

Das Wertpapiergeschäft sei der Verunsicherung der Kunden entsprechend auf niedrigem Niveau stabil geblieben, berichtete Bahr. Die Kunden seien stark sicherheitsorientiert gewesen. „Der hohe Bürokratieaufwand belastet diesen Bereich überproportional.“

Das Institut optimiere weiterhin die Beratung. „So setzen wir in diesem Jahr ein System ein, in dem der Kunde grafisch aufgezeigt bekommt, wie er unter Berücksichtigung seiner persönlichen Risikoneigung und der individuellen finanziellen Situation sein freies Vermögen am sinnvollsten anlegt“, erklärte Nikelski.

Kein größerer

Personalabbau geplant

Der Vorstandsvorsitzende äußert Unverständnis für Anleger, die wie im Falle Prokon meinen, in der Niedrigzinsphase bei einem Renditeversprechen von acht Prozent eine gewinnbringende Anlage zu zeichnen. Eine Sicherheit sieht Bahr hauptsächlich bei deutschen Staatspapieren. Er gab aber zu bedenken, dass der Sparkassenbrief der KSK Walsrode eine größere Rendite garantiere.

Das Gesamtvolumen der KSK Walsrode im Kreditgeschäft liegt mit 595,3 Millionen Euro um 1,27 Prozent unter Vorjahresniveau, das Firmenkundengeschäft innerhalb dieses Bereiches leicht darüber. „Uns schenken nach wie vor zwei Drittel aller mittelständischen Unternehmen ihr Vertrauen. Wir sind für den Großteil aller Unternehmen die Hausbank und größter Kreditfinanzierer in unserer Region“, betonte Bahr. Die größte Kundengruppe im Kreditgeschäft komme aus der Landwirtschaft.

Das Jahresergebnis bezeichneten die Vorstände als zufriedenstellend. Es liegt leicht unter Vorjahresniveau. Die Risikosituation sei ausgewogen, und es gebe keine Konzentrationsrisiken im Kreditportfolio. Die hohen Eigenkapitalanforderungen erfülle die Kreissparkasse Walsrode unverändert. „Dank unserer Geschäftspolitik wird es daher auch zukünftig keine Einschränkung bei den Kreditvergabekriterien geben“, sagte Bahr. Welches Vertrauen die KSK in Walsrode genießt, zeigten auch die Kundeneinlagen. Im vergangenen Jahr waren es 704,8 Millionen Euro.

Das Jahresergebnis der Sparkassen-Tochter Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft Südheide ist laut Angaben des Vorstandes zufriedenstellend. Es gebe ausreichend Grundstücke auf den Dörfern, so Bahr, aber der Trend gehe hin zu den größeren Ortschaften wie Hodenhagen oder Walsrode. Im vergangenen Jahr seien 14 Grundstücke verkauft worden, 38 habe die Sparkasse im Angebot, erläuterte Nikelski.

Das Tochterunternehmen S-Finanz vermarktete 108 Immobilien im Wert von 10,5 Millionen Euro.

Nach wie vor habe die KSK einen überdurchschnittlich hohen Ausbildungsstand, erläuterte Bahr. Aufgrund der Marktlage würden sie aber die Ausbildungskapazitäten auf ein Normalmaß zurückfahren. Die Gesamtmitarbeiterzahl werde sich aufgrund von Fluktuation sicher in Zukunft um ein bis zwei pro Jahr verringern.

Trotz der schwierigen Marktlage werde es auf mittlere Sicht keinen größeren Personalabbau und auch keine Einsparungen bei den Filialen geben, betonten die Vorstände. Kundennähe und regionales Engagement ständen weiterhin auf den Fahnen der Sparkasse, sagte Bahr.

Insgesamt habe die Sparkasse im abgelaufenen Geschäftsjahr über 1,2 Millionen Euro in die Region gegeben. Allein eine Million Euro entfielen auf die Errichtung der Stiftung für frühkindliche Bildung. · hf

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