Konzert des Spielmannszuges Rethem in der St.-Marien-Kirche

Stetig wachsender Applaus

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Der Spielmannszug Rethem nahm sein Publikum mit auf eine musikalische Reise.

Rethem - „Mit Volldampf durch die Musikgeschichte“, hieß es beim Konzert des Spielmannszuges Rethem in der St.-Marien-Kirche in Rethem, das etwa 100 Zuhörer begeisterte. Das Ensemble unter der Leitung von Sabrina Hennig lud die Gäste zu einer musikalischen Reise durch die Jahrhunderte ein und präsentierte Musik von der Klassik bis zur Moderne.

Idee und Skript für das thematische Konzept stammen von Sabrina Hennig, die geschickt Musik und Informationen miteinander verwob. Durch eine Geschichte erhielten die Zuhörer zwischen den Musikstücken Informationen und Einblicke in die Entwicklung der Musik, schauspielerisch dargestellt von den jüngsten Musikerinnen im Alter von neun bis zwölf Jahren.

Weiterhin führten die älteren Aktiven mit interessanten Details in jedes Werk ein. So erfuhren die Besucher zum Beispiel, dass sich der Songtitel „Super Trouper“ der Gruppe Abba von der Bezeichnung eines speziellen Bühnenscheinwerfers herleitet. Die Gäste erfuhren auch, dass Ludwig van Beethoven die Wiener Klassik zum Höhepunkt führte und der Romantik den Weg bereitete. Trotz eines Gehörleidens, das bis zur Taubheit führte, komponierte er weiter.

„Die Moral der Geschichte sollte es dabei sein, dass es die vielfältigen heutigen Musikrichtungen nur gibt, weil Menschen die Musik über Jahrhunderte im wahrsten Sinne des Wortes immer wieder neu erfunden haben“, erläuterte Hennig. Die Musik stelle ein Zeugnis der kulturellen Entwicklung der Menschheit dar.

Mit Ausnahme der ersten Titel war das Konzertprogramm nach dem Alter der Komponisten gegliedert. Die Spielleute zogen nach der Begrüßung durch Pastor Diedrich Petzold mit dem Parademarsch in die Kirche ein. Der „Spielmannexpress“ stellte musikalisch eine Zugfahrt dar und war quasi der Einstieg in das Konzertthema. Einem nur von der Flötengruppe gespielten Boccherini-Menuett folgten unter anderem der „Yorksche Marsch“ von Beethoven sowie Musik von John Philipp Sousa und der Titelsong aus „Pippi Langstrumpf“. Mit „Rama Lama Ding Dong“, gespielt nur von den Fortgeschrittenen, endete der erste Teil.

Auch nach der Pause gab es Titel, die von einzelnen Gruppen gespielt wurden. Der Nachwuchs brachte „Versuch‘s mal mit Gemütlichkeit“ und einer Percussionsgruppe „Tiger Drums“ zu Gehör. Aber auch „Highland Cathedral“ begeisterte die Zuhörer.

„Alles in allem hatten wir schon den Eindruck, dass die Idee zu diesem Konzert, dessen Inhalte und natürlich auch unsere Musik beim Publikum gut angekommen sind“, sagte Sabrina Hennig. Deutlich sei zu spüren gewesen, dass der berühmte Funke, insbesondere nach der Halbzeitpause, auf das Publikum übergesprungen sei. Das „Applausometer“ habe mit jedem weiteren Stück etwas höher ausgeschlagen – gipfelnd im letzten Stück „Party Rock Anthem“. Hier setzte das Publikum unmittelbar nach den ersten Tönen rhythmisch klatschend mit ein. Vielleicht auch deshalb, weil der komplette Zug nun stehend spielte. Außerdem gab es eine kleine Tanzeinlage der Nachwuchsmusiker. Bevor mit „Africa“ die geforderte Zugabe gespielt wurde, ließ das Ensemble eine Musikerin hochleben, die an diesem Tag Geburtstag hatte.

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