Verein Nela sucht jetzt neue Besitzer für die Vierbeiner 

35 kleine Hunde gerettet

Die kleinen Fellknäuel sind putzmunter und quicklebendig. Sie warten jetzt auf neue Besitzer. - Foto: Hundenothilfe Nela

Landkreis - Von Michael Fischer. Es war kein schöner Anblick, der sich den Tierschützern der Hundenothilfe Nela kürzlich in Munster bot. 35 kleine Hunde befanden sich dort in einem Haus. Die Besitzerin, die die ehrenamtlichen Helfer selbst alarmiert hatte, war damit total überfordert. Doch jetzt ist die Situation bereinigt, und zahlreiche Vierbeiner warten auf neue Besitzer.

Der Reihe nach: Bereits vor zwei Jahren waren die Nela-Helfer nach Munster gerufen worden, da sich dort in einem Wohnhaus zahlreiche Hunde tummelten. „Wir hatten daraufhin sechs Tiere abgeholt und den Eheleuten aufgetragen, die anderen kastrieren und impfen zu lassen“, erinnert sich die Nela-Vorsitzende Kornelia Magson. Wie sich im Nachhinein herausstellte, passierte in dieser Richtung jedoch nichts.

Statt besser wurde die Lage immer schlimmer. „Nachdem der Mann verstorben war, bevölkerten zeitweise bis zu 50 Hunde das Haus. Die Frau verkaufte die Mini- und Beaver-Yorkshire-Terrier, Shih Tzu und Gold-Dust-Yorkshire-Terrier zum Teil ungeimpft und ungechipt im Internet“, bedauert Magson.

Irgendwann wurde der Hundebesitzerin offensichtlich klar, dass ihr die Dinge längst über den Kopf gewachsen waren und dass sie die Situation selbst nicht mehr bewältigen kann. Sie rief Nela zur Hilfe.

Hunde tierärztlich versorgt

„Wir hatten erstmal dafür gesorgt, dass die Hunde tierärztlich versorgt werden. Die Krallen wurden geschnitten, Impfungen durchgeführt. Die erwachsenen Tiere wurden zudem kastriert“, erklärt Kornelia Magson. Diese Maßnahmen kosteten selbstverständlich ein Stange Geld, das der Verein auf Schlag nicht ohne Weiteres aufbringen konnte.

„Aber wir fanden in der Benefelder Tierärztin Lilo Korshenrich eine Partnerin, die uns sehr geholfen hat“, ist Kornelia Magson dankbar. Anschließend wurden die kleinen Vierbeiner auf privaten Pflegestellen untergebracht. Unterstützt wurden diese mit Futterspenden vom Walsroder „Fressnapf“-Markt. „Die ganze Aktion war ein echter Kraftakt“, atmet die Nela-Vorsitzende tief durch.

Etwa die Hälfte der Hunde konnte bereits in liebevolle Hände vermittelt werden, die anderen, darunter neun Welpen, warten noch darauf.

Wer einem der Vierbeiner ein neues, liebevolles Zuhause bieten möchte, kann sich unter Telefon 0176/44786958 oder per E-Mail an info@hundenothilfe-nela.de melden. Gratis gibt es die kleinen Fellknäuel allerdings nicht, pro Tier müssen 350 Euro bezahlt werden. „Von dem Geld sollen die Tierarztkosten bezahlt werden. Mit eventuellen Überschüsse würden wir eine hohe Tierarztrechnung der Hundebesitzerin begleichen. Der Verein Nela verdient nichts an dieser Aktion“, betont Kornelia Magson.

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