Kleiderstübchen der Kirchengemeinde Rethem feiert zehnjähriges Bestehen

Lächeln im Gesicht als Dank

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Ehemalige und aktuelle Mitarbeiterinnen bei der Feier zum zehnjährigen Bestehen des Kleiderstübchens: Christiane Leseberg, Renate Funke, Tanja Becker, Daniela Beckmann, Annette Wegert, Ella Bode, Michaele Fabel und Simone Kollinger (v.l.). Michaela Kessler und Katja Ahrens, die noch relativ neu im Team, aber nach Auskunft ihrer Kolleginnen sehr engagiert sind, fehlten.

Rethem - Das Kleiderstübchen in Rethem gibt es seit zehn Jahren. Und gerade erst sind die Räumlichkeiten im Alten Feuerwehrhaus an der Hainholzstraße frisch renoviert worden. Grund genug für eine kleine Feier und einen Blick zurück.

Pastor Diedrich Petzold erzählte am Mittwochnachmittag im Kreise vieler Helfer und Unterstützer, dass die Idee eines Kleiderstübchens aus der damaligen Gruppe Alleinerziehender stammte. Zu Beginn fand sich der Second-Hand-Laden auf Spendenbasis im alten Pfarrhaus in der Junkernstraße. 2008 wurde das dortige Haus verkauft und die jetzigen Räume frei, die die Stadt zur Verfügung gestellt hat. Hierdurch sei auch der Kontakt zu den Mitarbeiterinnen von „Weniger und mehr“, direkt nebenan, enger und besser geworden, so Petzold.

Er sprach von einer wichtigen und guten Arbeit, die ehrenamtlich geleistet werde. „Kleidung ist teuer. Und es ist gut, wenn aussortierte, aber noch gute und tragbare Sachen Wiederverwendung finden.“ Er wünschte Gottes Segen für eine lange und gedeihliche Tätigkeit.

Seine Frau Maike Becker-Petzold dankte den Mitarbeiterinnen im Namen des Unterstützerkreises für Flüchtlinge. „Wir wissen die Menschen hier in guten Händen.“ Und sie könnten immer eben anrufen und hätten auch außerhalb der Öffnungszeiten Hilfe bekommen.

Bürgermeister Frank Leverenz stellte das ehrenamtliche Engagement in den Vordergrund. Es handele sich um Menschen, die etwas für ihren Ort täten.

Daniela Beckmann gehört zu den sieben Frauen, die sich um das Kleiderstübchen kümmern. Sie nehmen die Kleidung an, sortieren die Sachen und stehen während der Öffnungszeiten, donnerstags, von 16 bis 18 Uhr, mit Rat und Tat bereit. Gegen eine kleine Spende kann jeder die angebotenen Dinge erwerben.

Und die Auswahl ist vielfältig. „Vom Strampler für Neugeborene bis zum Schlafanzug“, so Beckmann. Aber auch Bettwäsche, Schuhe, Handtücher und Spielzeug finden sich.

Manche Menschen kämen ganz schüchtern hinein. Die Frauen gäben Anregungen und Tipps, und manchmal hülfen sie, jemanden ganz neu einzukleiden. „Wenn sie sich freuen und uns mit einem Lächeln im Gesicht verlassen – das sind unsere Glücksmomente.“ Für die Arbeit sei vor allem Feingefühl wichtig. Sozial Stärkere genauso willkommen seien wie sozial Schwächere. Niemand nimmt dem anderen etwas weg. Wer mehr Geld habe, spende für ein Kleidungsstück vielleicht etwas mehr.

Zum Team des Kleiderstübchens gehören neben Daniela Beckmann Simone Kollinger, Tanja Becker, Michaela Kessler, Annette Wegert, Renate Funke und Katja Ahrens.

Der Dank der Mitarbeiterinnen geht an die Spender und vor allem an die Kirche. „Es ist eine tolle Zusammenarbeit. Nach der Renovierung haben die Kunden die Möglichkeit, mehr anzufassen.“ Sie ständen nicht mehr vor einem Tresen.

sal

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