250 Kindergartenkinder besuchen den Hof der Familie Evers in Rethem-Moor

Ein Erlebnis für die Sinne

+
Hier wird mit Muskelkraft aus Sahne Butter.

Rethem-Moor - Silage in den Händen, Kohlrabi im Mund, Stallgeruch in der Nase und an den Ferkelchen konnten sich die Jungen und Mädchen gar nicht sattsehen. Der Besuch des Hofes der Familie Evers in Rethem-Moor war für 250 Kindergartenkinder aus Rethem, Häuslingen, Böhme und der Region ein Erlebnis für die Sinne. Und genau das war die Absicht des Kreisverbandes der Landfrauen Fallingbostel, der im Rahmen der Aktionswoche „Landwirtschaft für kleine Hände“ zu diesem Tag eingeladen hatte.

Wo es sonst eher ruhig und beschaulich zugeht, herrschte drei Stunden lang ein fröhliches Gewimmel. Und für die kleinen Besucher gab es an verschiedenen Stationen allerhand zu entdecken.

Die Familie Evers – Andrea Evers ist Kreisvorsitzende der Landfrauen – hatte alles perfekt vorbereitet – vom Parcours für die Tret-Trecker bis hin zum Toilettenwagen. Sogar Ferkel gab es ausnahmsweise auf dem Milchviehbetrieb zu bestaunen. Es ging grundsätzlich um die Themen gesunde Ernährung und die Herkunft der Lebensmittel.

An Modellen lernten die Gäste die Körperteile der Kuh kennen. In einem Kinoraum sahen sie Kurzfilme, die zum Beispiel informierten, wie die Milch vom Kuheuter in den Tankwagen kommt. Das Zeichen der Aktionswoche, einen bunten Handabdruck, hinterließen die Jungen und Mädchen auf einem Bettlaken. Sportlich ging es beim Buttern zu. In Gläsern schüttelten die Besucher Sahne, bis sie klumpte. Und dabei hüpfte nicht selten das ganze Kind. Das Produkt durfte auf Brot gekostet werden.

Ein Höhepunkt waren sicherlich die Kälbchen, die auch gestreichelt werden durften. An einer Station erläuterte Ulrike Voige, wie die Tiere gefüttert werden, nämlich mit Flaschen und später Eimern – versehen mit Saugern. „Haltet mal den Finger hin“, riet sie einigen Kindern, die vor einem zwei Tage alten Kalb standen. „Keine Angst, Zähne hat es noch nicht.“ Ein ganz anderes Tier stahl ihr und dem Kalb aber die Schau: ein Maulwurf, der plötzlich seinen Kopf aus der Erde steckte und schnell wieder verschwand.

Was die erwachsenen Kühe fressen, lernten die Jungen und Mädchen im Stall. Zunächst zögerlich griffen sie in die Gras- und Maissilage und schütteten schließlich den Tieren mit Plastikschippen das gemischte Futter hin.

Verschiedene Getreidearten lernten die Besucher ebenfalls kennen – in Form von Halmen, Körnern und Mehl. Und nachdem sie Gemüse auf dem Feld identifiziert hatten, durften die Kinder Kohlrabi-, Möhren- und Apfelstücke probieren.

Als Stärkung gab es außerdem Kakao, Erdbeeren und Äpfel. Und nach der wohlverdienten Pause gab es noch viel mehr zu entdecken, zum Beispiel ein Kegel- und ein Memoryspiel, den Melkroboter und mehr.

sal

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Vorsicht: Hier lauern im Haushalt die meisten Keime

Vorsicht: Hier lauern im Haushalt die meisten Keime

Schnittvorlage: Tomaten einfach häuten

Schnittvorlage: Tomaten einfach häuten

Ortsbrandmeister Jonas Baum zeigt Rettungszentrum in Angelse

Ortsbrandmeister Jonas Baum zeigt Rettungszentrum in Angelse

Dauerregen lässt Pegel steigen

Dauerregen lässt Pegel steigen

Meistgelesene Artikel

„Schmackhaft und gut für den Magen“

„Schmackhaft und gut für den Magen“

Der erste Alpaka-Nachwuchs in Kirchwahlingen

Der erste Alpaka-Nachwuchs in Kirchwahlingen

„Oft liegen die schönsten Flecken direkt vor der Tür“

„Oft liegen die schönsten Flecken direkt vor der Tür“

Autofahrer stirbt nach Kollision mit Baum

Autofahrer stirbt nach Kollision mit Baum

Kommentare