Kinder der Dorfgemeinschaft Hedern erfuhren Interessantes in Rethem-Moor

Ein Ferientag beim Indianer

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Die jungen Besucher erfuhren auch etwas über Transportmittel der Indianer.

Rethem-Moor - Die Kinder der Dorfgemeinschaft Hedern feiern jedes Jahr in den großen Ferien ein Sommerfest im und am Dorfgemeinschaftshaus der Ortschaft. Diesmal hatten sich die Vorsitzende des Dorfvereins Margret Dannemann-Jarchow und die Eltern etwas ganz Besonderes überlegt: einen Tag beim Indianer „Ho Wakan“ in Rethem-Moor.

„Ho Wakan“ (auf Englisch „Spirit Voice“) lebt auf einem großen, idyllisch gelegenen Grundstück. Er ist ein „echter“ Indianer, der mit deutschem Namen Reiner Behrens heißt. Er lebt nicht nur indianisch, er gibt sein Wissen um diese spezielle Kultur auch in Kursen, Workshops und an Schulen weiter.

Ho Wakan sei sofort bereit gewesen, einen Tag für die Ferienkinder der Ortschaft auf seinem Grundstück zu gestalten, sagte Margret Dannemann-Jarchow, die den Kontakt zum Indianer hergestellt hatte.

Eine Gruppe von zehn Kindern, zwei Betreuerinnen und der Vorsitzenden machte sich mit Fahrrädern auf den Weg. Ho Wakan hatte hinter seinem Haus auf einer Wiese zwei große Tipis, eine Feuerstelle und einen Bogenschießplatz aufgebaut. Die Kinder staunten und waren gespannt auf mehr. Weiter hinten auf dem Gelände erspähten sie noch das Gestell einer Schwitzhütte und ein kleines Jagd-Tipi.

Nach der Begrüßung erklärte Rainer Behrens seinen Weg zum indianischen Leben, und im großen Wohn-Tipi erklärte er den Kindern und Betreuerinnen, wie er in einer feierlichen Zeremonie von in Norddeutschland lebenden Indianern vom Stamme der Sioux/Oglala nach längerer Vorbereitung als Deutscher in den Stamm aufgenommen wurde. Dabei habe er auch seinen Namen Ho Wakan erhalten. Er sei sehr stolz darauf, Indianer zu sein und nach deren Lebensgrundsätzen und -Weisheiten zu leben.

Ehrfürchtig betrachteten die Kinder den Federschmuck, unter anderem eine echte Adler-Feder, von Ho Wakan. Weitere indianische Schmuckstücke und Utensilien erklärte der Indianer auf Nachfrage. Auch die Funktion des Tipis mit der Feuerstelle in der Mitte beschrieb er. Einige Fragen der Kinder, vor allem der Jungen, zeigten, dass sie sich vorbereitet hatten. Natürlich wussten die Besucher, dass Indianer in Zelten und von der Bison-Jagd gelebt haben.

Lustig wurde es, als Ho Wakan den Kindern mit leichtem Trommelschlag ein indianisches Lied vorsang. Es handele vom Mut und Nicht-Aufgeben, erklärte der Gastgeber. Ausführlich ging er auf diese und andere wesentliche Grundhaltungen der Indianer ein, wie die Achtung der Mitmenschen, der Tiere und der Natur.

Nach der Zeit im Tipi ging es zum Bogenschießen, was sich trotz der guten Unterweisung als gar nicht so einfach erwies, wie die meisten Kinder zunächst annahmen. Aber nach einigem Üben, trafen auch die Jüngsten die aufgestellte Zielscheibe. Anschließend ging es ans Holzzerkleinern für das Feuer am Grillplatz. Hier waren einige Jungen gefordert.

Am Nachmittag wurden Geschichten erzählt, und Ho Wakan holte seine große Trommel, ein den Indianern heiliges Instrument, und übte mit den Kindern das Trommeln.

Nicht nur die Besucher, auch der Gastgeber hatte seinen Spaß mit den interessierten und sehr disziplinierten Kindern. Er kennt das Interesse am indianischen Leben, ist er doch unter anderem an der Oberschule in Hodenhagen jede Woche in einer Arbeitsgemeinschaft „Indianer“ tätig. Auch Kindergärten besucht er auf Anfrage.

Er wünscht sich, das sich bei ihm im Garten ein regelmäßiger Gesprächskreis zum „Tipi-Talk“ zusammenfindet. Ho Wakan ist unter Telefon 05165/5950004 (Anrufbeantworter) ansprechbar.

hf

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