Keine Scheu vor dem Antrag

Informationsabend zur Entwicklung der Dorfregion von Bierde bis Wittlohe

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Kirchlintelns Bürgermeister Wolfgang Rodewald spricht über die Dorfentwicklung.

Böhme - „Einmal mehr wurde durch die Resonanz der Bürger auch bei dieser Auftaktveranstaltung deutlich, dass die Dorfentwicklung der an der L 159 gelegenen Ortschaften von ihnen mitgetragen wird“, freute sich Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige, Rethem, über den guten Besuch von Einwohnern in der Dorfgemeinschaftsanlage in Böhme.

Es ging um Informationen zur Entwicklung der Dorfregion von Bierde bis Wittlohe mit ihren acht Ortschaften. In der Vergangenheit verband sie eigentlich nur eins: die L 159. Seit einiger Zeit gibt es jedoch immer mehr Bezugspunkte, damit sich die Bürger kennenlernen. Dieser Prozess soll durch die Dorfentwicklung weiter forciert werden, insbesondere durch vier Dorf-AGs. Diese werden ab 2018 tagen. Daneben wird es themenübergreifende Arbeitskreise geben.

Bei der Veranstaltung am Montag erfuhren die Besucher von Siegfried Dierken, Geschäftsstelle Verden des Amtes für regionale Landesentwicklung (ArL), etwas über die Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung von öffentlichen und privaten Maßnahmen sowie von Vereinen. Obwohl über die Förderung im Einzelfall entschieden werde, sollten die Bürger keine Scheu vor einer Antragstellung haben, so Dierken. Der Dorfentwicklungsplan sei auf mindestens zehn Jahre ausgelegt. Für Auskünfte, zum Beispiel Antragsfristen, stehe das Amt gerne zur Verfügung.

Planung eines Dorf-Dienstleistungs-Zentrum

Im weiteren Verlauf informierten Jeanett Kirsch vom Büro Koris (Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung) sowie Karin Bukies vom Büro Stadtlandschaft über das weitere Vorgehen sowie bereits vorliegende ortsübergreifende Projektideen. Als Beispiel diente die Schaffung einer Aller-Dörps-Tour, einer Rad- und Wanderrundtour durch die Orte der Dorfregion von Bierde bis Wittlohe, verbunden mit der Aufbereitung von Informationen der dorfregionalen Geschichte.

Auch die mögliche Schaffung eines Dorf-Dienstleistungs-Zentrums, eines multifunktionalen Begegnungsortes in der Gemeinde Böhme oder Häuslingen, sprachen Kirsch und Bukies an. Hierbei geht es um Bausteine wie Dorfladen, Paketdienst oder den Zugang zu modernen Kommunikationsmitteln. In diesem Zentrum könnte eine Vernetzung von Angebot und Nachfrage für Kinder- oder Altenbetreuung, Fahrdienste, eventuell mit dem Standort eines E-Dorfautos, erfolgen. Auch Sprechstunden, unter anderem für die Rentenberatung, seien denkbar.

Generationsgerechte Infrastruktur

Wichtig sei die Initiierung eines Jugendforums zur dauerhaften Beteiligung junger Menschen von 15 bis 25 Jahren, so die Expertinnen. Dazu werde noch zu einer Veranstaltung eingeladen. Außerdem solle es regelmäßige Netzwerktreffen geben. Sie dienten der informellen Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Vereinen und Bürgern zum Wissens- und Erfahrungsaustausch und als Ideenschmiede.

Für die Gemeinde Böhme nannte Bürgermeister Gert Jastremski Projektideen wie die Gestaltung von Ehrenmälern. In Bierde könne der Zugang zu einem Badesee verbessert werden und im Bereich der Rethemer Fähre werde es vielleicht möglich, ein touristisch interessantes Wassersportprojekt zu unterstützen.

Vonseiten der Gemeinde Häuslingen war im Vorfeld eine „generationengerechte Infrastruktur“ genannt worden. In den Ortschaften Otersen und Wittlohe gibt es laut Bürgermeister Wolfgang Rodewald zufolge ebenfalls bereits Ideen.

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