Kein gutes Haar an Isegrim gelassen

Mahnfeuer in Bierde gegen die uneingeschränkte Ausbreitung des Wolfes

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Ein Aktionsbündnis von den Weidetierhalter Nordost-Niedersachsen (WNON), die Landfrauen und Rasseverbänden hatte zu dem Mahnfeuer eingeladen.

Bierde - Gut, dass keine Wölfe anwesend waren beim Mahnfeuer in Bierde, zu dem sich mehr als 100 Personen eingefunden hatten. Isegrim würden die Ohren geklungen haben, denn in Einzelgesprächen wurde praktisch kein gutes Haar an dem Tier aus den Weiten Sibiriens – einmütiger Kommentar: Da gehört er auch hin – gelassen.

Ein Aktionsbündnis von den Weidetierhaltern Nordost-Niedersachsen (WNON), Landfrauen und Rasseverbänden hatte zu der Veranstaltung eingeladen. Die Anwesenden wurden aufgefordert, kritisch die weitere Entwicklung zu verfolgen und ihr Missfallen in der Wolfspolitik zum Ausdruck zu bringen.

Große Sorgen um die Bestände

Nach den Ereignissen vom vergangenen Dienstag, als in Häuslingen und Lichtenmoor Tiere gerissen wurden, machen sich auch in der Allermarsch immer mehr Nutztierhalter Sorgen um ihre Bestände. Viele Wolfsgegner scheinen vor allem darüber erbittert, dass es nach ihrer Ansicht keine konkreten Pläne gibt, wie man eine ungesteuerte Ausbreitung der Wölfe in den Griff bekommt.

Cort-Brün Voige plädierte für eine Bestandsregulierung.

Manche Aussagen und Überlegungen sind allerdings wirklich diffus, vom lapidaren „Wölfe haben in unserer Landschaft nichts zu suchen“ bis hin zur Drohung „Es muss wohl erst mal was geschehen, am besten sollte jemand von ganz oben involviert sein. Dann seht ihr alles in einem ganz anderen Licht“. Dabei wurde außer Acht gelassen, dass Angriffe von Wölfen auf Menschen gar nicht stattgefunden haben.

Teilnehmer wünschen sich einen Plan

Die Zusammenkunft in Bierde verdeutlichte, dass viele einen Plan vermissen, in dem festgehalten wird, wie viele Wölfe eine Region verträgt, ohne dass die Tiere zu einer wirklichen Gefahr werden.

Rethems Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige wünschte sich eine Bestandsregulierung und sprach von der berechtigten Erwartung auf Hilfe seitens der Regierung, sobald Probleme ersichtlich werden. Dabei dachte er vor allem an finanzielle Unterstützung, wenn es um Vorbeugung oder Wiedergutmachung geht.

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