Thema im Ausschuss / Rathaus: Die alte Linde muss wohl weg

Kein Bibeltext am Friedhof?

Die große Linde (r.) vor dem Rathaus hat kaum noch Blätter. Der Baum wird aus Sicherheitsgründen wohl beseitigt werden müssen. 
Foto: Fred Raczkowski
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Die große Linde (r.) vor dem Rathaus hat kaum noch Blätter. Der Baum wird aus Sicherheitsgründen wohl beseitigt werden müssen. Foto: Fred Raczkowski

Rethem – Der geplante Neubau eines Gedenkplatzes auf dem Waldfriedhof Altenwahlingen führte auf der Sitzung des Bau- und Friedhofsausschusses am Mittwoch zu einer besonderen Frage: Soll auf einer Granitplatte ein Bibelspruch angebracht werden oder nicht? „Nein“, meinten Stephanie Beutler und Anita Rabe aus der SPD-Fraktion. Dies sei schließlich ein weltlicher und kein kirchlicher Friedhof.

Dem Ausschuss waren vier Bibelsprüche zur Beschlussfassung vorgelegt worden, ergänzt noch um einen Vorschlag von Dr. Kathrin Wrobel (CDU). Die Einwände aus der SPD-Fraktion führten jedoch dazu, dass die Beschlussfassung bis zur Ratssitzung zurückgestellt wurde. Zur Gestaltung meinte Stadtdirektor Cort-Brün Voige, dass man statt eines Spruches auch ein Symbol darstellen könne: „Eine Friedenstaube zum Beispiel.“

Auf dem Waldfriedhof soll eine dritte Gedenkstätte für teilanonyme Urnenbestattungen in einem weiteren Urnenfeld eingerichtet werden. Auf Granitplatten können Angehörige dann – wie schon bisher – Gedenktafeln mit den Daten der Verstorbenen anbringen lassen.

Im Verlauf der Sitzung gab Thomas Jäh von der Planungsgruppe Niemeyer seinen Sachstandsbericht zur Rathaus-Sanierung ab. Die Abbrucharbeiten seien abgeschlossen, die gesamte Tiefgründung bis 7,20 Meter ausgeführt. Die Kosten würden bei rund 400 000 Euro liegen.

Wie berichtet, waren in diesem Bauabschnitt immer wieder Hindernisse aufgetaucht, die zusätzliche Arbeiten erfordert hatten, unter anderem die Kampfmittelsondierung unter dem Gebäude.

Nun aber komme man, so Jäh, in „den kontrollierten Bereich“. Seit Anfang dieser Woche werde gemauert. Durch die zusätzlichen Arbeiten hänge man der Terminplanung jedoch inzwischen zwei Monate hinterher. Mit einer Fertigstellung des Baus werde daher erst Anfang nächsten Jahres zu rechnen sein.

Die alte Linde neben dem Rathaus sei offenbar ein Opfer der Trockenheit geworden und werde, wie Stadtdirektor Voige berichtete, wohl nicht mehr zu retten sein. Der nahe am Gebäude stehende Baum werde wohl beseitigt werden müssen.  fra

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