Jugendprojekte: Arbeitskreis Stadtbild diskutiert Möglichkeiten

Rethemer Nachwuchs präsentiert Wunschzettel

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Einen ersten Anlaufpunkt hat der Rethemer Nachwuchs im Jugendtreff im von Behr'schen Haus auf dem Burghofgelände. Doch weitere Orte und Projekte sind geplant.

Rethem - Was kann man in Rethem für Jugendliche tun? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Arbeitskreis Stadtbild (AKS) auf seiner Zukunftskonferenz im Burghof. Als Referenten waren Michael Kyritz von der Gemeinde Bomlitz (soziale Angelegenheiten) und David Dinges von der „Jugendaktion zur Zukunft“ (Jazz GbR) dabei.

Referent Kyritz stellte zunächst klar, dass man sich nicht fragen dürfe, was man für die Jugend, sondern was man mit der Jugend machen könne. In einer Präsentation stellte der Referent das Bomlitzer Projekt einer Skaterbahn als Beispiel vor. Hier hätten die Jugendlichen sehr aktiv mitgearbeitet. Den Erwachsenen war allerdings nicht ganz klar, warum sich die jungen Bomlitzer so sehr für einen ganz bestimmten Standort einsetzten. Erst später habe sich dann herausgestellt, dass den Jugendlichen die Nähe zu einem Supermarkt wichtig war, um schnell zum Beispiel Getränke kaufen zu können. Dies sei ein Beweis dafür, dass man mit und nicht für Jugendliche arbeiten müsse.

Auch David Dinges berichtete von mehreren erfolgreichen Projekten, die er betreut hatte. Wichtig ist für ihn dabei das „Gesetz der zwei Füße“. Hierbei handelt es sich um einen Ausdruck für Freiheit und Selbstverantwortung: Der Teilnehmer bleibt nur so lange in einer Gruppe, wie er es für sinnvoll erachtet, also so lange wie er etwas lernen oder beitragen kann.

Beide Referenten unterstrichen, dass es bei Projekten mit Jugendlichen sehr wichtig sei, dass hinterher Ergebnisse herauskommen und die Aktion nicht einfach im Sand verlaufe. Jugendliche könnten sehr schnell verprellt und sich dann nicht ernst genommen fühlen.

Nach den Referaten wurde in zwei Gruppen diskutiert. Auch der Nachwuchs aus Rethem beteiligte sich aktiv an den Gesprächen. Gemeinsam stellten sie eine Art Wunschzettel vor: Jugendliche, die mit anderen Jugendlichen arbeiten, besondere Angebote für 8. Klassen und passende Öffnungszeiten im Jugendtreff gehörten dazu.

fra

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