Jubiläumsausstellung mit zehn Künstlern in Wohlendorf dauert bis zum 26. Juli

Vom „Zentrum der Welt“ bis zum Deichmobil

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Bei der Vorstellung der Künstler in der Wohlendorfer Dörpschün (von links, vorn): Rosa Jaisli, Ulla Nentwig, Ulrike Gölner, Koordinatorin Anne Trebilcock, Uwe Oswald, Andrea Anderseck, Thomas Anderseck und Peter Marggraf.

Wohlendorf - Die spektakuläre Protestaktion mit dem „Deichkunstmobil“ von Dieter Moll (die VAZ berichtete) sorgte am Sonntag für Aufsehen bei der Eröffnung der Jubiläumsausstellung von Kunst auf dem Deich in Wohlendorf. Aber bis zum 26. Juli geht es in der Dörpschün nicht nur um Proteste gegen die „Deichgrafen“: Eindrucksvoll präsentieren dort alle zehn Künstler der Veranstaltungen seit dem Jahr 2005 ihre Werke.

Besonders sehenswert ist schon der neue Ausstellungskatalog, der mit Hilfe vieler Sponsoren erstellt werden konnte. Dort werden nicht nur alle Künstler ausführlich in Bildern und Texten vorgestellt, eine Fotoreihe dokumentiert auch die Jahre von 2005 bis 2014. „Dank unserer Sponsoren können Besucher den Katalog kostenfrei erhalten“, freute sich Organisatorin Anne Trebilcock.

Es begann mit der spektakulären Zettelaktion „Zentrum der Welt“ von Ulla Nentwig. Dort hatten Besucher die Möglichkeit, auf 365 auf dem Deich aufgestellten Flaggen ihre „Wünsche an die Welt“ zu richten. In den nächsten Jahren folgten Holzplastiken von Ulrike Gölner („Based on a True Story“), Plastiken von Karin Lamp sowie Zeichnungen, Malerei und Plastiken von Peter Marggraf.

2010 beeindruckten die Plastiken von Thomas und Andrea Anderseck, dann folgten Lilo Müller und nochmals Karin Lamp mit Installationen und Malerei. Skulpturen von Barbara Steinmeyer und Uwe Oswald gab es 2012 und 2013, und im vergangenen Jahr waren Arbeiten von Rosa Jaisli (Alabaster und Papier) und noch einmal Holzarbeiten von Ulrike Gölner zu sehen. Die in Martfeld lebende Künstlerin ist übrigens gebürtige Wohlendorferin.

Bei der Eröffnung der Geburtstagsausstellung gab es auch Dankesworte für verdiente Mitstreiter der Kulturgruppe. Anne Trebilcock: „Die Vernissagen erfreuten sich aber auch an den Tortenspenden vieler ehrenamtlicher Bäckerinnen, der musikalischen Begleitung der Flötenspielergruppe im Ort und an den ungezählten Einsätzen vieler Helfer.“

Die Besucher hörten außerdem einen einführenden Vortrag von Anna Grunemann, die seit 2013 das Konzept „Kunst im öffentlichen Raum“ der Landeshauptstadt Hannover betreut.

Veranstaltet wird die Reihe „Kunst auf dem Deich“ seit zehn Jahren von WoDoHo, dem Verein der Dorfgemeinschaft Wohlendorf, Donnerhorst und Horst. 2005 wurde eine Scheune aus dem Jahre 1716 wieder aufgebaut und mit Leben erfüllt.

fra

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