Führungswechsel im Verein der Gästeführerinnen / Renate Rodewald gibt Vorsitz auf

In 20 Jahren viel bewegt

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Langeweile wird es für Renate Rodewald in nächster Zeit nicht geben.

Bosse - Immer wieder neue Ideen, attraktive Projekte und spannende Angebote. Der Verein der Gästeführerinnen im Landkreis Soltau-Fallingbostel besteht seit 20 Jahren. So lange war auch Gründungsmitglied Renate Rodewald aus Bosse erste Vorsitzende. Nun hat sie ihr Amt in jüngere Hände abgegeben (wir berichteten).

„Ich bin ganz glücklich“, sagt Rodewald. „Wir haben unglaublich guten Nachwuchs.“ Die Vereinsgeschicke in kompetenten Händen zu wissen, sei ihr wichtig gewesen. „Es ist schön, dass es mit viel Esprit weitergeht.“

Die Vorsitzende der Kreislandfrauen, Luise Henke, habe seinerzeit die Idee gehabt, gemeinsam mit der Ländlichen Erwachsenenbildung eine Ausbildung für Gästeführerinnen anzubieten, berichtet Rodewald. „Gleich danach haben wir den Verein gegründet.“ Das war am 13. Mai 1996. Sie habe zu den 27 Gründungsmitgliedern gezählt. „Ich hatte Lust, die Geschichte der eigenen Heimat zu vermitteln.“

Luise Henke habe sie damals überredet, den Vorsitz zunächst einmal für zwei Jahre zu übernehmen. Daraus wurden schließlich 20 Jahre und Renate Rodewald hat ihre Entscheidung nicht bereut. „Es hat sehr viel Spaß gemacht. Wir waren immer ein gutes Team.“ Sie habe auch schon früher überlegt, aufzuhören. „Aber es ist nicht einfach, die Richtige zu finden, die weitermacht.“

„Wir sind unabhängig von Tourist-Informationen und organisieren uns selbst“, spricht die 64-Jährige einige Vorzüge an.

Zuletzt habe es 2014 einen Ausbildungslehrgang gegeben. Es sollten genügend Gästeführer da sein, um Touren anzubieten. Immerhin seien sechs Teilnehmer im Anschluss dem Verein beigetreten. „Jetzt haben wir 31 Mitglieder, das ist richtig gut.“

In der Anfangszeit sei es zunächst darum gegangen, den Verein zu vermarkten. „Wir haben gelbe Flyer entwickelt“, erinnert sich Renate Rodewald, die dem Verein auf jeden Fall erhalten bleibt. Zur Expo im Jahr 2000 habe es Flyer im Vierfarb-Druck gegeben, später Faltblätter für Busunternehmen. „Wir haben alles selbst entwickelt, auch das Vereinslogo. Das hat die Gruppe zusammengeschweißt.“

Busunternehmen und Hotels hätten von Anfang an sehr positiv auf das Angebot reagiert. Und auch Gruppen aus dem Heidekreis, darunter Landfrauenvereine, die schlesische Landsmannschaft und Kirchengemeinden, hätten Führungen gebucht. Mund-zu-Mund-Propaganda sei sehr wichtig. Inzwischen gingen die Touren bis in die Heide.

Die Nachfrage nehme zu, berichtet Rodewald. Hätten sie vor zwei Jahren noch 3 000 Gäste gehabt, sei 2015 die 6 000er-Marke überschritten worden.

„Wenn man von Anfang an mit im Bus ist, entsteht ein anderer Kontakt zu den Gästen“, weiß die ehemalige Vorsitzende. Jede Gästeführerin müsse für sich Werbung machen. Sie habe in den vergangenen Jahren keine Busbegleitung mehr gemacht. Zu Spitzenzeiten habe sie 20 bis 30 Touren pro Jahr angeboten. Inzwischen sei sie nur noch auf Anfrage tätig, meist als Prinzessin Sophie-Dorothea von Ahlden im Kostüm. „Mir macht es Spaß, mich in eine Rolle hineinzuversetzen.“ Generell seien die Kostüm-Führungen sehr beliebt, zum Beispiel die der Magd Meta in Walsrode.

Eine Idee der zweiten Vorsitzenden Karin Mross, die ebenfalls auf der jüngsten Versammlung verabschiedet wurde, seien die Landsommer-Rundgänge gewesen, die es seit 2004 gebe. „Es ist unglaublich, was sie für einen Zuspruch haben. Es gibt ein riesiges Interesse an den eigenen Dörfern.“ Weitere Angebote seien die beliebten Radtouren zu verschiedenen Themen, naturkundliche Wanderungen.

Langeweile wird bei Renate Rodewald wegen der Aufgabe des Amtes nicht einkehren. „Ich habe ja immer noch so viele andere Sachen“, spricht sie den Vorsitz der Samtgemeinde-CDU, die Leitung des Besuchsdienstkreises in Ahlden und die Organisation von Fahrten für die Kreislandfrauen an. „Wenn ich etwas mache, will ich es richtig gut machen.“

Wer Infs über den Verein der Gästeführerinnen und seine Angebote sucht, findet sie unter www.gaestefuehrung-heide. de.

sal

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