20 Jahre Kijuku mit großem ehrenamtlichem Engagement in Rethem

Fantastische Erlebniswelt

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Dirk Bolm war beim traditionellen Tanz wieder als Vader Abraham in Aktion.

Rethem - „Das Fundament der Jugendarbeit in Kijuku sind die vielen Betreuer, die ausgestattet mit der Jugendleiterkarte als Gruppenleiter amtieren.“ Bei der Feierstunde würdigte Dirk Bolm mit diesen Worten das große ehrenamtliche Engagement und die Arbeit von etwa 100 in der Mehrzahl jüngeren Menschen.

Mit einem Rückblick auf zwei Jahrzehnte der erfolgreichen Arbeit des Vereins Kijuku gestaltete Bolm, hauptamtlicher Geschäftsführer des Vereins, den Festkommers im Burghof. Er ließ jedes Jahr in einer Präsentation kurz Revue passieren und band dabei auch die Gäste mit ein. Sie hatten am Eingang einen Gegenstand erhalten, der mit einer Anekdote oder einem kleinen Missgeschick in Verbindung gebracht wurde.

Die Idee zu Kijuku entstand in 1995 bei einem Lagerfeuer auf dem Pfadfindergelände „Hasenheide“ in der Gemeinde Kirchlinteln. Fünf junge Leute, darunter auch Dirk Bolm und Linda Mangels, die heute noch dazu gehören, stellten Überlegungen an, wie man die Integration von Kindern ausländischer und sozial benachteiligter Familien helfen könne. Bereits ein Jahr später gab es die erste Jugendfreizeit mit 60 Kindern und das Angebot entwickelte sich mit den Jahren immer weiter.

Fünf Jahre nach Gründung waren es schon etwa 120 Mädchen und Jungen, die sich für ein Zeltlager am „Brahmsee“ in Schleswig anmeldeten. 2008 brachte ein Format der Jugendarbeit noch mehr Schwung in den Verein. „Weg vom PC und ab in die Natur“ hieß es beim Live-Rollenspiel „Spektakulus“, denn „Kinder wollen auch mal Helden sein und Helden spielen“, so Bolm. Sie erleben hier eine fantastische Erlebniswelt, die mit 50 Kindern begann.

20 Jahre Kijuku in Rethem

Im vergangenen Jahr waren es etwa 300 Mädchen und Jungen, die sich in der „Hasenheide“ zu diesem Spektakel einfanden. „Das ist bisher deutschlandweit die größte Veranstaltung gewesen“, zeigte sich Bolm stolz. In diesem Jahr tauchen Kinder und Betreuer vier Mal in eine mittelalterliche Spielwelt ein, zwei dieser spannenden Abenteuer mit tapferen Rittern, geheimnisvollen Magiern und bezaubernden Elfen sind bereits gelaufen. Vom 10. bis 12. Juli heißt es „Halle der Nacht“ auf dem Burghof, vom 11. bis 13. September folgt das Burgturnier.

Ein weiterer Meilenstein der Vereinsarbeit war 2011 die Einrichtung der sozialpädagogischen Arbeit. Hier geht es unter anderem um den Beistand bei der Erziehung von Kindern und Jugendlichen mit familiären oder schulischen Problemen. In diesem Bereich sind aktuell etwa 50 hauptamtliche Mitarbeiter tätig. Ein weiteres Projekt von Kijuku sei außerdem die Freizeit- und Bildungsstätte in Hoyerhagen. Die Sanierung werde mit großem ehrenamtlichen Engagement betrieben und die Einrichtung soll noch in diesem Jahr ihrer Bestimmung übergeben werden.

Ein Wunsch blieb Bolm am Ende seines Rückblicks: Er appellierte an die Schulen, die Jugendlichen einen Tag für den Erwerb der Juleika (Jugendleiterkarte) freizustellen, hier gebe es zunehmend doch Schwierigkeiten. Zuvor hatten der Kreisjugendpfleger Ulli Chojnowski, der Rethemer Bürgermeister Cord-Brün Voige und der Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil die Bedeutung der Jugendarbeit in Kijuku gewürdigt. Es sei auch und vor allem ein Verdienst Bolms, der mit viel Leidenschaft und Herzblut dieses Engagement präge.

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