Internationaler Rallycross mit deutscher Beteiligung startet spät

Seeliger gewinnt Auftakt

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Sven Seeliger hat einen gelungenen Saisonauftakt hingelegt.

Rethem - Die Fans von Sven Seeliger aus Rethem, die auf Neuigkeiten aus der Rallycross-Szene gewartet haben, mussten in diesem Jahr viel Geduld aufbringen. Auch Seeliger selbst, der im vergangenen Jahr die Rallycross Challenge Europe (RCE) gewann, hat ungeduldig auf seinen ersten Einsatz gewartet und nun die Auftaktveranstaltung der RCE 2015 gewonnen.

Der Beginn der Challenge fand in der Tschechischen Republik statt. Der Veranstaltungsort Ceska Lipa war den Teilnehmern aus den Vorjahren bestens bekannt. Die europäische Veranstaltungsserie erfreut sich ständig wachsender Teilnehmerzahlen.

Die Teams waren im Winterhalbjahr nicht untätig und haben ihre Einsatzwagen verbessert. Das gilt auch für Sven Seeliger, der genau weiß, dass die Messlatte sicher wieder sehr hoch hängen wird. Aber den Titel zu verteidigen, ist das erklärte Ziel des baumlangen Familienvaters.

Nach Tschechien wird es den Tross der Teilnehmer nach Litauen, Belgien, die Niederlande, Österreich und nach Italien verschlagen, wo am 11. Oktober der Endlauf der RCE veranstaltet wird.

Um die Zeit sinnvoll zu nutzen und das Potenzial des langsam in die Jahre gekommenen Fiestas zu testen, hatte sich Seeliger im Vorfeld bereits unter die Starter der deutschen Rallycrossmeisterschaft im hessischen Gründau gemogelt. Froh über jeden Starter freute man sich im Main-Kinzig-Kreis, Sven begrüßen zu dürfen.

Wenn zu wenige Starter einer Klasse verfügbar sind, müssen die Fahrer in der nächst höheren Klasse antreten. So ging es dem Rethemer in Gründau. Er fuhr mit seinem Super 1600 bei den vierradgetriebenen SuperCars mit. Mehr als doppelt soviel Leistung ließen dem Fiesta kaum eine Chance. Dennoch gelang dem Routinier aus dem Leinetal im Training das Unglaubliche mit der Trainingsbestzeit. Auch in den folgenden drei Wertungsläufen ließ Sven keine Sekunde nach und zeigte, dass er hier nicht kampflos die stärkeren Autos ziehen lassen wollte. So konnte er mit Kampfgeist und eisernem Willen jeweils Rang zwei erreichen. Das harte Stück Arbeit wurde an diesem Renntag mit Startplatz zwei im Finale belohnt.

Zwischen zwei Supercars ging der Rethemer zum Schluss an den Start, den er mit Frontantrieb nicht gewinnen konnte. Das dichte Fahrerfeld kämpfte um die Positionen. Dabei ging es nicht zimperlich zu, und Seeliger wurde von hinten angeschubst. Die Folge waren ein Dreher und ein relativ heftiger Einschlag in die Bande. Mit ramponiertem Fahrzeug konnte Seeliger das Finale beenden und erkämpfte sich den dritten Platz.

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