Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper besucht Rethem / Fördermöglichkeit soll geprüft werden

Innenstadterneuerung wird kostspielig

Investor Siegfried Heidorn (Mitte) erläuterte der Landtagsabgeordneten Gudrun Pieper (2.v.r.) seine Pläne mit dem ehemaligen Beuss-Gebäude.
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Investor Siegfried Heidorn (Mitte) erläuterte der Landtagsabgeordneten Gudrun Pieper (2.v.r.) seine Pläne mit dem ehemaligen Beuss-Gebäude.

Rethem – Zu einer Stadtführung der besonderen Art traf sich die CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper mit Mitgliedern des CDU-Samtgemeindeverbands Rethem und Siegfried Heidorn, Inhaber des gleichnamigen Industrie- und Haustechnikbetriebes in Heemsen. Renate Rodewald und Ernst-Walter Vollmer luden die Abgeordnete ein, vor Ort zu zeigen, wie der aktuelle Stand der Stadtkernsanierung ist.

Nach dem knapp zweistündigen Rundgang durch die Innenstadt von Rethem habe sich Gudrun Pieper, die sich zurzeit auf Sommertour durch den Wahlkreis befindet, beeindruckt vom Potenzial Rethems gezeigt, heißt es in einer Pressemitteilung aus ihrem Büro. „Die Ideen nehmen langsam Gestalt an. Ich habe viel Positives hier vor Ort gesehen. Die insgesamt 532 000 Euro, die die Samtgemeinde Rethem aus dem Städtebauförderungsprogramm ,Wachstum und nachhaltige Erneuerung" erhält, werden hier bestens angelegt sein“, so die Landtagsabgeordnete. Teils mit sichtbaren Fortschritten auf gutem Weg, teils noch in der Ideenfindungs- und Vorplanungsphase, fasste Pieper die Eindrücke zusammen.

„Wir möchten, dass eine attraktive Innenstadt entsteht. Durch Modernisierung der bestehenden Gebäude muss eine qualitätsvolle Wohnnutzung erreicht werden“, skizzierte Vollmer die Ziele. Die Nutzung des ehemaligen Ratskellers mit der Perspektive, neuen Wohnraum und zusätzliche Parkmöglichkeiten zu schaffen, sei dabei nur ein Teil des Ganzen. Hier werde ein Neubau notwendig sein.

Auch andere zu bewältigende Baustellen bekam die Abgeordnete zu sehen, beispielsweise das im fortgeschrittenen Bau befindliche Wohn- und Geschäftshaus von Stephan Besier. Geschäftsflächen, moderne Wohnungen mit Balkonen und zwei Penthousewohnungen sind geplant. „Eine Mischung aus generationsübergreifendem Wohnen und Gewerbe ist begrüßenswert“, erklärte Renate Rodewald. „Wir müssen dabei Rücksicht auf die Bevölkerungsstruktur nehmen. Ältere Menschen mit kleinen Renten, Alleinerziehende oder Familien brauchen geeignete Stadtwohnungen mit guter medizinischer Versorgung.“

Das Geschäftsgebäude von ehemals Beuss, mit Siegfried Heidorn als neuem Investor, wurde ebenfalls begutachtet. Heidorn erwäge hier einen Teilabriss. Im Obergeschoss sollen acht Zimmer für Touristen entstehen. Im Erdgeschoss könnten die Gäste in der Bäckerei, die bestehen bleiben soll, ihr Frühstück einnehmen.

Die gesamte Innenstadterneuerung werde kostspielig werden, waren sich die Teilnehmer des Rundgangs einig. Die Abgeordnete sicherte zu, sich beim Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg zu erkundigen, ob noch Fördermittel zu akquirieren sind, denn die Förderperiode laufe jetzt aus, neue Förderziele seien noch nicht festgelegt. Dazu bot sie an, gemeinsam mit der zuständigen Landesbeauftragten bei einem Termin in Rethem eine Begehung durchzuführen und für die Sanierungsziele zu werben. „Die eventuellen Mittel könnten dazu beitragen, die Attraktivität des Stadtkerns zu erhöhen und die Wohn- und Lebensqualität in Rethem aufzuwerten“, betonte Gudrun Pieper abschließend.

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