Neue Dorfregion „Aller-Wölpe“

In Rethem laufen die Fäden zusammen

Die Gemeinde Häuslingen profitierte beim Ausbau des Berliner Rings zu einer „Straße für alle“von Mitteln aus einem Dorfentwicklungsprogramm. Archiv
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Die Gemeinde Häuslingen profitierte beim Ausbau des Berliner Rings zu einer „Straße für alle“von Mitteln aus einem Dorfentwicklungsprogramm. Archiv

Die neue Dorfregion „Aller-Wölpe“ mit sieben Orten in der Gemeinde Dörverden und der Samtgemeinde Rethem hat die nächste Hürde genommen. Der Rethemer Stadtrat stimmte der Übernahme derTrägerschaft des Projektes durch Stadt Rethem zu.

Rethem – Die Sanierung des Berliner Rings in Häuslingen, die Verlängerung des Fußweges von der Landesstraße bis zum Friedhof in Böhme, ein neues Dach für das Dorfgemeinschaftshaus in Bierde, ein wieder hergestellter Rundweg um die Kirche Zum Heiligen Kreuz in Kirchwahlingen: Das sind nur ein paar Projekte, die bis dato aus Mitteln der Dorfregion „Von Bierde bis Wittlohe“ gefördert worden sind.

Insgesamt sind laut Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige in den acht Dörfern Bierde, Böhme, Altenwahlingen, Kirchwahlingen, Groß und Klein Häuslingen sowie Otersen und Wittlohe in der Gemeinde Kirchlinteln seit Ende 2018 bis einschließlich 2020 85 Förderanträge gestellt worden. Sowohl von öffentlicher Hand als auch von Privatleuten. 8,3 Millionen Euro seien investiert worden, darin enthalten seien Fördermittel in Höhe von 2,9 Millionen Euro.

Samtgemeindebürgermeister erstaunt über Diskussion

Umso mehr habe ihn die Diskussion im Rethemer Stadtrat erstaunt. Dort ging es in dieser Woche um die Übernahme der Projektträgerschaft für die neue Dorfregion „Aller-Wölpe“. Zwar stimmte das Gremium am Ende dafür, dass die Stadt Rethem diese Trägerschaft übernimmt. Allerdings nicht, ohne vorher Bedenken zu äußern, ob die damit verbundene, zusätzliche Arbeit denn im Rathaus überhaupt zu schaffen sei.

Dass im Rat nicht über die Chancen gesprochen worden sei, die ein solches Dorfentwicklungsprogramm für die beteiligten Orte besitze, habe ihn erstaunt, kommentierte Voige im Nachgang die Debatte im Rat. „Das wird dem Programm nicht gerecht.“

Die Dorfregion „Aller-Wölpe“ umfasst die Orte Hülsen und Westen in der Gemeinde Dörverden, Bosse, Frankenfeld, Hedern, Frankenfeld, Rethem, Rethem-Moor und Stöcken. Rechnet man noch die Mittel für Stadtsanierungsmaßnahmen in Rethem hinzu, ist nun also die komplette Samtgemeinde abgedeckt. „Jedes Haus in der Samtgemeinde ist einem der drei Förderprogramme“, freute sich Cort-Brün Voige und zerstreute die Bedenken einiger Ratsmitglieder: „Die Arbeit wird deutlich geringer sein als bei der Stadtsanierung.“

Schon im Stadtrat hatte der Verwaltungschef erklärt, dass er einen zusätzlichen Aufwand von 60 Stunden im Jahr für realistisch halte. Im Übrigen hänge das auch davon ab, mit welchen Engagement sich sein Nachfolger, seine Nachfolgerin diesem Thema widme. Und von der Disziplin der privaten Antragsteller. Wenn die Gemeinde hier nur noch eine Stellungnahme abgeben müsse, dann bleibe die Arbeit sehr gering.

Dass statt Rethem die Nachbargemeinde die Trägerschaft übernimmt, erachtete Voige als wenig sinnvoll. „Wir können über Copy-and-paste vieles machen“, verwies auf die Übertragbarkeit vieler Schritte von der einen auf die andere Dorfregion. „Dörverden würde bei Null anfangen.“

Das Gros des Rates war schließlich überzeugt – oder biss in den sauren Apfel – und stimmte der Übernahme der Projektträgerschaft zu. Einzig Christian Sinn enthielt sich, Es seien so viele Beschlüsse noch nicht umgesetzt in der Stadt „und jetzt halsen wir uns noch mehr auf“, so der Sozialdemokrat.

Am 17. Juni werden noch die Räte der Gemeinden Frankenfeld und Dörverden zustimmen müssen. Dann erst kann im Rethemer Rathaus mit der weiteren Planung begonnen werden. Unter Beteiligung möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger muss ein Dorfentwicklungsplan entstehen. Darin formuliert sind die Ausgangslage, Ziele und Projektideen. Erste Anträge können frühestens im kommenden Jahr gestellt werden. Ein Planungsbüro wird mit der Umsetzungsbegleitung beauftragt.  kp

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