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Geringe Resonanz auf Rethemer Impfaktion

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Von: Christel Niemann

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Mediziner bei der Arbeit.
Mediziner Dr. Harald Lorenz konnte diesmal stressfrei den Arbeitstag genießen. Von 200 Impfdosen nahm das Mobile Team 161 wieder mit. © Niemann

Rethem – Rund 200 Dosen der Vakzine von Biontech und Moderna hat eines der Mobilen Impfteams des Heidekreises in dieser Woche bei einer Aktion ohne Terminvereinbarung im Rethemer Burghof bereitgehalten. Doch nur 39 Frauen und Männer nahmen den Termin wahr und haben sich 37-mal einen Booster und zweimal eine Auffrischimpfung von Johnson & Johnson geholt.

Enttäuscht waren die Impfakteure dennoch nicht. „Gut möglich, dass sich inzwischen die vielen wohnortnahen Impfangebote bemerkbar machen“, mutmaßte etwa Antje Schiesgeries vom Johanniter Ortsverband Aller-Leine, die vor Ort als Teamleiterin agierte. Mobile Impfteams führen mittlerweile auch in kleinere Orte, um die Wege für alle zu verkürzen. „Möglich, dass genau das sich bemerkbar macht.“

Die Rethemerin Diana Zündorf war ob der überschaubaren Zahl Impfwilliger sogar geradezu begeistert. Nur rund 30 Minuten, nachdem sie in dem zum Impfzentrum umfunktionierten Burghof eingetroffen war, hatte sie auch schon ihren mittlerweile dritten Piks bekommen. „Beim ersten Impftermin habe ich hier in Rethem sage und schreibe vier Stunden in einer langen Schlange gestanden. So ist es für mich viel angenehmer“, sagt sie.

Reinhild Wagner erzählt, dass sie bereits im Dezember in einem Einkaufszentrum versucht hat, spontan einen Booster zu ergattern. Aber nachdem sie über drei Stunden gewartet hätte, sei der Impfstoff alle gewesen und sie sei leer ausgegangen. „Ich war vielleicht sauer“, sagt sie und dass sie deshalb froh über die entspannte Situation in Rethem sei. Überhaupt, so der Tenor der Wartenden, funktioniere alles sehr gut und sei optimal organisiert: vom Arzt, Dr. Harald Lorenz, bis zum gut ausgebildeten Impfteam der Johanniter, das im Übrigen weiter für die Impfaktionen für die Bürger im Heidekreis trommeln will. Man dürfe noch nicht nachlassen, hieß es aus dem Team. Vielen sei leider immer noch nicht die Gefahr bewusst, schwer zu erkranken.

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