Hubschrauber südlich der Aller im Einsatz

Kalkung in Privatwäldern

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Ein Hubschrauber bei der Kalkung.

Heidekreis - Hubschrauber der Firma HeTraLog aus Hemer bringen seit Mittwoch Kalk auf Waldflächen südlich der Aller zwischen Hämelhausen und Schwarmstedt aus, unter anderem auch im Bereich Rethem-Moor.

Über 2000 Hektar Privatwald der Forstbetriebsgemeinschaft Walsrode, betreut durch die Bezirksförstereien Allertal und Düshorn der Landwirtschaftskammer Niedersachsen – Forstamt Nordheide-Heidmark, werden im Zuge dieser Maßnahme aus der Luft gekalkt. Ziel sei es, die negativen Auswirkungen der Schadstoffeinträge in die Wälder abzumildern, die Abwehrkräfte der Bestände zu stärken und den Boden langfristig zu regenerieren, so das Forstamt in einer Pressemitteilung.

Seit Mittwoch im

Bereich Rethem-Moor

Durch die große Kronenoberfläche des Waldes werden die Schadstoffe wie durch einen Filter ausgekämmt. Die Nadeln und Blätter nehmen diese auf, und mit dem Niederschlag gelangen die Schadstoffe in den Boden. In den vergangenen Jahren sind die eingetragenen Schwefel- und Stickstoffverbindungen deutlich zurückgegangen, die Werte sind aber immer noch zu hoch und werden im Waldboden in erheblichen Mengen gespeichert.

Die Kalkung soll die sauren Einträge an der Oberfläche abpuffern und so einer weiteren Bodenversauerung entgegenwirken. Dadurch werden weniger schädliche Stoffe ausgewaschen, die Maßnahme dient somit auch dem Schutz des Grundwassers.

Außerdem werden die natürlichen Bodenfunktionen und die Durchwurzelbarkeit der Böden gefördert, was zu einer Verbesserung der Ernährungssituation, der Vitalität und der Stabilität der Waldbestände führt.

Um die Ziele zu erreichen, wird der Kalk in „erdfeuchtem Zustand“ mit circa drei Tonnen je Hektar per Hubschrauber ausgebracht. Nach Abstimmung werden aus Naturschutzsicht empfindliche Waldflächen und Waldbiotope ausgespart. Ausreichende Sicherheitsabstände, beispielsweise zu bebauten Gebieten und Straßen, wurden schon in der Planungsphase berücksichtigt. Die zur Kalkung vorgesehenen Flächen werden, sofern sie Bedeutung für die Erholungsnutzung haben, in aller Regel kurz vor Beginn der Maßnahme durch Schilder und/oder Absperrungen kenntlich gemacht und gesperrt.

Während der Befliegung kann es zu kurzfristigen Einschränkungen der Erholungsnutzung im Wald kommen; das Betreten der Flächen ist zur Sicherheit für die Dauer der jeweiligen Befliegung nicht gestattet. Für die Einschränkungen bitten die Verantwortlichen des Forstamtes Nordheide-Heidmark um Verständnis.

Der naturbelassene Kalk ist nicht gesundheitsschädlich. Er führt allenfalls zu einer optischen Beeinträchtigung des Waldbildes, die die ersten Regenschauer wieder beseitigen.

Die Maßnahme wird voraussichtlich bis Ende September abgeschlossen sein.

Für Fragen im Zusammenhang mit der praktischen Durchführung der Kalkungsmaßnahme stehen Robert Hoffmann, Telefonnummer 0152/53553645, und Karsten Thomsen, Telefonnummer 04761/ 9942194 oder 0179/7341230, zur Verfügung.

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