2,3 Millionen Euro investiert

Liebevolles Zuhause auf Zeit: Hospizhaus Heidekreis eingeweiht

Ein ansprechendes Gebäude ist entstanden, nur die Außengestaltung wartet noch auf begrünende Akzente. - Fotos: Müller
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Ein ansprechendes Gebäude ist entstanden, nur die Außengestaltung wartet noch auf begrünende Akzente.

Dorfmark - Ein Bauschild, viele beteiligte Firmen aus der Region und ein Gebäude, das in den vergangenen Wochen und Monaten kontinuierlich Formen angenommen hat: Dieses Bild hat sich den Menschen in der Westendorfer Straße in Dorfmark in der vergangenen Zeit geboten. Das gemeinsame und wichtige Projekt der Johanniterhaus Bremen gGmbH, in Kooperation mit dem Verein Hospizhaus Heidekreis, ist Freitag im Beisein zahlreicher Ehrengäste feierlich eingeweiht worden.

Es waren ganz persönliche Momente, die die Eröffnung im kühlen Zelt bestimmten, bewegende Augenblicke vor allem für Dr. Sirus Adari, der die Schlussworte der Veranstaltung sprach und sich noch einmal bei allen Spendern bedankte. Angefangen hatte der Vormittag mit einem Gottesdienst. „Wir wollen ein Hospiz einweihen für das ewige Leben.“ Mit diesen Worten eröffnete Pastor Walter Weber vom Bremer Johanniter-Orden die Veranstaltung. Dr. Joachim von Einem, Regierender Kommendator der Hannoverschen Genossenschaft des Johanniter-Ordens, bedankte sich vor allem bei den vielen Spendern, die eine Realisierung dieses sechsten Hospizhauses, das die Johanniter mittlerweile in Niedersachsen betreiben, erst möglich gemacht hatten.

Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer Hannover, sagte, man habe dieses Projekt in Dorfmark sehr gern unterstützt. Die Notwendigkeit eines solchen Hauses unterstrichen auch Dr. Dorothee Arnold-Krüger von den Diakonischen Werken in Niedersachsen und Landrat Manfred Ostermann. Fallingbostels Bürgermeisterin Karin Thorey würdigte den Einsatz des ehemaligen Dorfmarker Bürgermeisters und Apothekers Hans-Hellmuth Jordan und brachte eine schon gut gewachsene japanische Zierkirsche als Geschenk mit. Die Bundeswehr überraschte mit einem Scheck über 1 668 Euro für das Haus. Dr. Roland Heitmann, Leiter der Palliativstation im Heidekreisklinikum Walsrode, kündigte eine intensive Zusammenarbeit mit dem Hospiz an. „Dir lieber Sirus, gratuliere ich sehr, dass Du Dein Lebenswerk noch umgesetzt hast“, wendete er sich ganz persönlich an Dr. Adari.

Pastor Walter Weber (links) mit Dr. Sirus Adari, dem eigentlichen „Vater“ des Dorfmarker Hospizhauses.

Das neue Hospizteam, bestehend aus 15 Mitarbeitern, hat seit Ende Oktober die fachlich qualifizierte Pflege, psychosoziale Betreuung und seelsorgerische Begleitung sichergestellt. Die Behandlung erfolgt in enger Kooperation mit medizinischen Partnern.

Mit Susanne Lübben haben die Johanniter eine hoch qualifizierte Kraft für die Leitung des Hospizhauses gewonnen. Sie steht interessierten Menschen bei Fragen unter der E-Mail susanne.luebben@jose.johanniter.de oder unter der Mobilnummer 01522/8859938 zur Verfügung.

„Ich freue mich auf die Aufgabe im neuen Hospizhaus Heidekreis. Aufgrund meines beruflichen Werdegangs in leitender Tätigkeit in unterschiedlichen ambulanten und stationären Einrichtungen, habe ich immer wieder Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleitet. Den respekt- und würdevollen Kontakt zu den Sterbenden, die Versorgung und Pflege sehe ich für mich als sehr wichtige und sinnvolle Aufgabe“, erklärt Susanne Lübben.

Die Zimmer im Hospiz sind barrierefrei und verfügen über ein eigenes Bad und einen direkten, ebenerdigen Zugang zur eigenen Terrasse. Jedes Zimmer kann mit persönlichen Gegenständen individuell gestaltet werden. Daneben gibt es einen „Raum der Stille“. Im Frühjahr können interessierte Menschen bei einem Tag der offenen Tür selber einen Blick in das neue Hospizhaus werfen.

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