„Hootin‘ the Blues“ bringen Südstaaten-Gefühl in den Rethemer Burghof

Die Aller wird zum Mississippi

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Die drei Bluesbarden hatten die Rethemer fest im Griff.

Rethem - Es war bereits der zweite Auftritt dieser sympathischen Bluesbarden im Rethemer Burghof, doch im Gegensatz zum ersten Mal waren erfreulicherweise deutlich mehr Zuhörer an die Aller gekommen. Es gab zwar kein Gedränge beim Auftritt von „Hootin‘ the Blues“, andererseits blieb aber auch kein Sitzplatz frei. Musikalisch ging es sofort zur Sache. Die Bluesmusiker Günther Leifeld-Strikkeling (Gitarre, Dobro, Banjo, Gesang), Rupert Pfeiffer (Gitarre, Dobro, Gesang) und Gerd Gorke mit seiner Blues Harp (Mundharmonika) sorgten für ein echtes Südstaaten-Gefühl.

Jeder ist an seinem Instrument ein Könner, man ist schließlich schon 28 Jahre auf Tour, gewann unter anderem die German Blues Challenge in Eutin und wurde als deren Sieger sogar nach Memphis eingeladen. Dem Rethemer Publikum heizten die Herren von Anfang an richtig ein. Mit „Going Down Slow“ fing es noch ganz moderat an, doch schon das folgende „The Joint is Jumping“ sorgte für eine energiegeladene Atmosphäre, ehe die Band es mit dem „St. James Infirmary Blues“ wieder etwas ruhiger angehen ließ.

Doch da hatten die Musiker das Publikum bereits fest im Griff und auf ihrer Seite. Es wurde rhythmisch geklatscht, gestampft und gepfiffen, auch die typischen Zwischenrufe und Anfeuerungen fehlten nicht.

Mit Stücken aus der alten Kiste, wie zum Beispiel „Up above my Head“ und „Mystery Train“ (mit diesem Song startete Elvis seine Karriere), waren „Hootin‘ the Blues“ auf der sicheren Seite. Aber auch Uriah Heep kamen zum Einsatz, ebenso Country-Musik wie „I Heard that Lonesome Whistle Blow“ von Hank Williams.

Aber man hatte auch ganz neue Lieder im Gepäck. „Extra für die Rethemer geschrieben“ wurde augenzwinkernd verkündet.

Von der Allerstadt selbst hatten die Musiker eher etwas nebulöse Vorstellungen: „Hier gibt es wirklich eine Bahnlinie?“ Schon lange nicht mehr. Und auch von einem Raddampfer, wie einstmals auf dem Mississippi zwischen New Orleans und Memphis, wollten die Musiker etwas gelesen haben. Ob sie damit wohl die Verdener „Allernixe“ gemeint haben, die ab und zu am Londypark vor Anker geht?

Was auch immer. Die Zuhörer hatten jedenfalls ihren Spaß – ob an der Aller oder am Mississippi, an diesem Abend spielte das überhaupt keine Rolle.

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