„Wunderbare Menschen“

Heinrich-Christoph-Londy-Schule entlässt 58 Absolventen

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Die Klassenbesten: Sarah Kuhlmann, Antonia Lindwedel, Frederic Hein, Kristin Feldmann und Nadja Landahl (v.l.) erhielten besondere Auszeichnungen.

Rethem - „Was für eine Show!“ Sandra Steinhoff-Schäfer, Rektorin der Heinrich-Christoph-Londy-Schule in Rethem, strahlte gestern über das ganze Gesicht. Kein Wunder, war doch die Entlassungsfeier für die diesjährigen Absolventen überaus gut gelungen. Und Wort- und Musikbeiträge hatten darüber hinaus verdeutlicht: Hier sind Schüler und Schule einander zugetan und scheiden – trotz aller gegenteiliger Beteuerungen – nur ungern voneinander.

58 junge Frauen und Männer hatten gestern ihren großen – und letzten – Tag an der Rethemer Heinrich-Christoph-Londy-Schule.

Herzlich dankten Michelle Beith, Seda Nur Yildirim, Nadine Scheuerle und Frederic Hein stellvertretend für ihren Jahrgang den Eltern und Lehrern, den Hausmeistern und der Schulsekretärin für ihre Unterstützung. Bläsergruppe und Schulband gaben gestern Vormittag ihr Bestes. Und auch die Lehrer trugen ihren Teil zum Gelingen der Feier bei.

Lehrerin vertont die Macken ihrer Schüler

Brigitte Leyk-Blahusch sind die kleinen Macken ihrer einstigen Schützlinge offensichtlich gut in Erinnerung geblieben. Tenor: „U-, U-, Unterricht, das woll'n wir nicht.“ Was immer die Jungs und Mädels trieben, statt aufzupassen, die Lehrerin hat es sich gemerkt. Und so fanden sich das Essen des Pausenbrotes, das Räumen in der Federmappe oder das Suchen nach der passenden Frisur für die Freundin gestern in fröhlichen gereimten Liedversen wieder, begleitet von Frank Seuberth an der Gitarre und dem Gekicher der Schüler.

Die Klassenlehrer Daniela Reintges, Frank Seuberth, Marion Büchtmann und Kirsten Samblowsky (v.l., es fehlt Björn Edelmann) plauderten aus dem Nähkästchen.

Auch die Lehrer der Abschlussklassen, Kirsten Samblowsky, Daniela Reintges, Marion Büchtmann und Frank Seuberth, ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, noch ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern.

„Aus euch sind wunderbare Menschen geworden, die ihren Weg machen werden“, waren sich die Lehrer einig. Doch auch die „wunderbaren Menschen“ waren im Unterricht scheinbar nicht immer geistig anwesend.

Weg durch das Labyrinth des Lebens

Wie sonst wären Zitate wie die mathematische „Wurzelbehandlung“ , der „Satz des Pythons“ und „Ein Mitgliedsland der EU? – „Schweiß“ möglich.

Rektorin Sandra Steinhoff-Schäfer verglich das Leben mit einem Labyrinth.

Doch keine Schulentlassung ohne ernst gemeinte Worte. Rektorin Steinhoff-Schäfer eröffnete den Reigen der Ratschläge und verpackte ihre guten Wünsche in einer Art Gleichnis. Das Leben, so die Rektorin, sei ein wenig wie ein Labyrinth. Ein System aus Wegen und Linien, geprägt von zahlreichen Richtungsänderungen. „Wenn man die Schulzeit als ein eigenes Labyrinth sieht, habt ihr den Weg nach draußen schon fast geschafft“, richtete sie ihr Wort an die 58 Schulabgänger, um ihnen Mut zu machen auf dem weiteren Weg, der sicher auch mal steinig sein werde. Aber „es gibt immer einen Ausweg“.

Elternvertreterin Janine Heidorn fasste sich kurz, wünschte den Jugendlichen Glück, Erfolg und Freude. Cort-Brün Voige hingegen holte etwas weiter aus. Der Samtgemeindebürgermeister schnürte den Absolventen ein Bündel für die Reise durchs Leben. Er packte ihnen das Zeugnis ein, verbunden mit der Hoffnung, dass ihm noch weitere Abschlüsse und Titel folgen mögen. Egal, wie die Noten jetzt ausgefallen seien. Er bat die Abgänger, ihre Fähigkeiten und Neigungen einsetzen, Beziehungen zur Familie, den Freunde und Partnern zu pflegen und schließlich, das Materielle nicht überzubewerten. „Ein gutes Einkommen beruhigt. Aber Geld und Autos machen weder glücklich noch zufrieden.“

kp

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