Große Pläne für die Zukunft

Landvolk-Kreisgeschäftsführer Klaus Grünhagen vor Abschied

Hat als Landvolk-Geschäftsführer viel erreicht und bewegt: Klaus Grünhagen
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Hat als Landvolk-Geschäftsführer viel erreicht und bewegt: Klaus Grünhagen

Klaus Grünhagen scheidet als Landvolk-Geschäftsführer aus. Große Pläne hat er dennoch für die Zukunft.

Wehnsen – Klaus Grünhagen scheidet zum Jahresende als Geschäftsführer der Landvolk-Kreisverbände des Heidekreises und des Kreises Harburg aus. Irgendwann im Frühjahr wird es rund um ihn noch einmal offiziell werden, wenn die offizielle Verabschiedung stattfindet.

Kurz nach seinem 60. Geburtstag, am Montag, hatte er zum Pressegespräch auf den Heitmannshof eingeladen. Aus dem Jagdzimmer hat man einen beeindruckenden Blick auf das weite Wiesental mit dem Heemser Bach. „Hierher werde ich mich zurückziehen, so eine Art Hofmanager werden, aber wieder mehr der Landwirtschaft nachgehen können und mehr Jäger sein dürfen“, erzählt Grünhagen.

Seine fachlichen Kommentare zu vielen landwirtschaftlichen Themen waren oft zukunftsweisend. Er hat den Bauerntag in den Heidekreis geholt und hat in diesem Zusammenhang viele Prominente begrüßen können.

Leise und trotzdem energisch hat Grünhagen sein „Volk“ in den Kreisgeschäftsstellen aufgebaut, von einmal 10 auf heute 100 Kräfte, und das Grüne Zentrum in Bad Fallingbostel gegründet.

„Das Thema heute sind die Fachkräfte, die wir auch in unseren Reihen suchen. Sie werden immer weniger und kosten immer mehr“, sagt der Wehnser Landwirt, der auch aus der Praxis weiß, wovon er spricht. „Ich habe bei einer Tagung einmal an die Pinnwand die Worte geschrieben: „Wir müssen vor den aktuellen Themen da sein, müssen den Menschen sagen, wo wir hinwollen, müssen Überzeugungsarbeit leisten.“ Die Zusammenarbeit mit der übrigen Gesellschaft müsse kreativer werden. „Das ist mein Weg auch in der Zukunft“, sagt der 60-Jährige, der der Landwirtschaft weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen wird.

Geboren ist Klaus Grünhagen im nur wenige Kilometer entfernten Ottingen. Als studierter Betriebsleiter vervollständigte er sein Wissen in den neuen Bundesländern, gründete gemeinsam mit zwei Freunden eine Beratergesellschaft, machte damit richtig Geld und bewarb sich für einen Geschäftsführerposten in Hoechst und in Soltau. In der Heide bekam er den Stellvertreter-Posten, war lange Zeit als Geschäftsführer des Landkreises Lüchow-Dannenberg unterwegs und erlebte in diesen Jahren „spannende Höhepunkte“ seines Lebens. Die Castorzeit, zwei Elbhochwasser und das Ringen um die Unterschutzstellung der Elbtalauen gehörten ebenfalls dazu. „Ich habe in dieser Zeit sehr viele Freunde im Wendland gefunden“, sagt er. Schließlich übernahm er den Kreisverband in Fallingbostel. 2009 kam Soltau dazu, später der Kreisverband Harburg. Mit vielen neuen Aufgaben für den Wehnser. „Wir sind ein großer Dienstleistungsbereich geworden“, sagt er. Den Landwirten werde in vielen Bereichen geholfen, zum Beispiel mit dem immer mehr werdenden Papierkram, und sie erhielten Tipps – auch durch die Landvolk-Zeitung, die im Heidekreis neu entwickelt wurde und von den Landwirten als Informationsblatt gerne genutzt wird.  mü

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