Hans Zeh: „Ich fühle mich fit und gesund“ / Altersgrenze aufgehoben

Mit 80 noch zur Blutspende

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Hans Zeh (80) mit Enkel Lars (10) bei der Rethemer Blutspende.

Rethem - Von Fred Raczkowski. Der kleine Pieks, der so viel Hilfe bringt und Leben retten kann: Für Hans Zeh aus Häuslingen ist der Gang zur Blutspende seit vielen Jahren eine Selbstverständlichkeit. Mehr als ein halbes Jahrhundert lang ist er schon dabei. Damals als Student, in den 60er-Jahren in Hamburg, hatte die gute Tat noch einen netten Nebeneffekt: „Es gab so etwa 20 Mark für jede Spende“, erinnert er sich.

Geld gibt es heute nicht mehr, dafür aber eine Menge kulinarischer Köstlichkeiten, die vom Team um Margarete Otterstätter vom DRK-Ortsverband Rethem zubereitet werden. Und: „Ich fühle mich immer noch sehr gut nach jeder Spende“, sagt der Häuslinger.

Hans Zeh war einer der Spender, die jetzt wieder in die Rethemer Schule gekommen waren. Man sieht es ihm nicht an, aber er hat inzwischen ein Alter erreicht, mit dem er noch vor wenigen Jahren überhaupt nicht mehr zur Blutspende hätte gehen können. „Ich werde 81, aber ich fühle mich fit und gesund, warum also soll ich nicht weiter spenden?“ Die Altersbegrenzungen, erst 65 später 68, gibt es nicht mehr.

Grundsätzlich entscheidet natürlich der Arzt, ob eine Spende möglich ist. Und natürlich steigt mit zunehmendem Alter auch die Zahl der Krankheiten, bei denen eine Blutspende nicht oder nicht mehr ratsam ist. Aber umfangreiche Untersuchungen haben längst ergeben, dass ältere Spender keineswegs empfindlicher auf die Blutentnahme reagieren als jüngere. Weitere Analysen zeigten zudem, dass die Qualität von Blutkonserven unabhängig vom Alter ist.

Allerdings werden alte Hasen der Blutspende, wie Hans Zeh aus Häuslingen, auch dringend gebraucht. Es gibt immer weniger junge Blutspender, aber auf der anderen Seite eine stetig wachsende Nachfrage, da der Bedarf an Bluttransfusionen mit zunehmendem Alter steigt.

Das Ergebnis des jüngsten Blutspendetermins in Rethem hört sich nicht gerade schlecht an, aber Margarete Otterstätter sieht das anders: „Leider haben nur 64 Spender den Weg in die Rethemer Schule gefunden, darunter eine Erstspenderin. Ein weiterer Besucher kam bereits zum 25. Mal und wurde dafür geehrt.“

Hans Zeh, der diesmal in Begleitung von Enkel Lars (10) gekommen war, will jedenfalls weitermachen. „Wenn ich weiter fit und gesund bleibe bin ich dabei.“ Ein besonderes Erlebnis war für den Häuslinger übrigens die Blutspende im Dezember 2010. Damals wurde der 200000. Blutspender im Landkreis geehrt. Hans Zeh war Nummer 199999 und auch dafür gab es vor vier Jahren einen Präsentkorb.

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